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Auch der Anlagenkäufer sollte sich bei Vorversuchen einbringen
Allerdings lassen sich ohne die aktive Einbindung des Bedarfsträgers meist keine aussagekräftigen Tests durchführen. Seine Anwesenheit ist wünschenswert, jedoch nicht zwingend erforderlich. Dennoch muss der Kunde im Vorfeld die erforderliche Zeit investieren, um die Aussagekraft und somit die Übertragbarkeit auf die zukünftigen Produktionsprozesse im Alltag gewährleisten zu können. Seine Mithilfe sollte zumindest folgende Bereiche abdecken:
- Bereitstellung originalverschmutzter Bauteile in definierter Eingangsqualität (zum Beispiel Art der Verschmutzung und Gratfreiheit),
- klare Definition der Anforderungen an das Bauteil unter Nennung der dem Reinigungsvorgang nachfolgenden Prozesse,
- Einbringung der positiven und negativen Erfahrungen bei vergleichbaren Aufgabenstellungen im Unternehmen,
- Vorgabe der Taktzeit je Bauteil und Chargierung sowie
- Nennung von gegebenenfalls vorhandenen bauteilbedingten Einschränkungen an die Waschmechanik, das Trocknungsverfahren und/oder die Chemie.
Bei der Durchführung von Vorversuchen spielt das Zusammenwirken verschiedener Partner eine wichtige Rolle. So sind von Seiten der Chemielieferanten Voraussetzungen wie Labor- und Analysemöglichkeiten maßgeblich. Des Weiteren ein geeignetes Produktportfolio für eine aufgabengerechte Auslegung der Reinigungschemie sowie Praxiserfahrung bei der Betreuung von Reinigungsvorgängen in laufenden Produktionsprozessen. Die Anbieter spezieller Medienaufbereitungssysteme hingegen können durch eigenständige Vorversuche oder durch Bereitstellung geeigneter Produkte – in der Regel Nebenstrom-Aufbereitungssysteme, wie etwa Zentrifugen, Magnetabscheider, Ultra-/Mikrofiltration, Vakuumverdampfer oder Kreislaufanlagen – die Vorversuche beim Anlagenhersteller oder direkt beim Bedarfsträger unterstützen. Des Weiteren bietet die Einbindung des jeweiligen Endkunden den Vorteil, Kosten- und Verfahrensoptimierungen umzusetzen, sofern von Anwenderseite bereits entsprechendes Wissen vorliegt.
Die Besichtigung von vergleichbaren Referenzanlagen sowie die Durchführung von Vorversuchen auf diesen Anlagen sind oft eine sinnvolle Alternative oder hilfreiche Ergänzung zu Tests im Labor oder Technikum. Die Systeme haben sich bereits im rauen Produktionsalltag bewährt. Neben der Machbarkeit der jeweiligen Anforderung an die technische Sauberkeit lassen sich hier zudem Praxiserfahrungen bezüglich Wartungsaufwand, Verfügbarkeit und Bedienerfreundlichkeit abfragen.
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