Abgasskandal VW-Dieselmotor-Manager wird wohl nicht entlassen

Quelle: dpa

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Ein Manager aus der Dieselmotorenentwicklung bei Volkswagen bleibt nach dem Versuch einer Kündigung seitens des Konzerns vorerst weiter beschäftigt. Hier Details...

Volkswagen hat sich im Verlauf der Abgasaffäre von einigen Managern erfolgreich getrennt. Doch einer hat dagegen geklagt. Wie es scheint, mit Erfolg. Lesen Sie!(Bild:  Volkswagen)
Volkswagen hat sich im Verlauf der Abgasaffäre von einigen Managern erfolgreich getrennt. Doch einer hat dagegen geklagt. Wie es scheint, mit Erfolg. Lesen Sie!
(Bild: Volkswagen)

Der frühere VW-Hauptabteilungsleiter für die Dieselmotorentwicklung hatte gegen seine Entlassung geklagt, die Volkswagen im Zusammenhang mit dem Abgasskandal ausgesprochen hatte. Eine Verkündung der endgültigen Entscheidung ist aber erst für Mitte Juli geplant, wie es weiter heißt. Klar sei aber schon jetzt, dass der Mann nichts getan habe, was eine außerordentliche Kündigung rechtfertige. Auch eine sogenannte „hilfsweise“ ordentliche Kündigung sei nach derzeitigem Verfahrensstand unwirksam. Volkswagen, heißt es, hat das außerdem schon anerkannt. Das Arbeitsverhältnis habe grundsätzlich in ungekündigter Form Bestand. Aber in welcher genauen Funktion der Kläger jetzt bei VW weiterarbeiten darf und ob er möglicherweise Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung hat, ist noch nicht geklärt.

Hier etwas mehr zum Hintergrund der Sachlage

Nach dem Bekanntwerden von „Dieselgate“ im September 2015 waren in mehreren Ländern Schadenersatz- und Strafprozesse gegen ehemalige Mitarbeiter des Volkswagen-Konzerns angelaufen, immerhin die größte europäische Automobilbaugruppe. Hinzu kamen in Deutschland außerdem etliche Arbeitsgerichtsverfahren. Angesichts dieser Entwicklung hat Volkswagen damals einige Führungskräfte vor die Tür gesetzt.

Im Fall des ehemaligen Entwicklungschefs der Kernmarke VW zum Beispiel war der Konzern damit erfolgreich. Dabei hatte die Kammer in Braunschweig Ende 2019 befunden, dass die fristlose Trennung von diesem Manager ein Jahr zuvor wegen des Verschwindens einer Festplatte zulässig war. Er hatte zwar ebenso Kündigungsschutzklage eingereicht, doch der Verdacht der Datenvernichtung vor dem Auffliegen der Dieselaffäre wog laut Gericht hinreichend schwer. Der Ex-Manager gehört übrigens auch zu den Angeklagten im VW-Diesel-Betrugsprozess, der seit vergangenem September am Braunschweiger Landgericht läuft. Hier deuten sich aufgrund des zähen Verlaufs aber noch keine Urteilstermine an.

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