Nächste Batteriefabrik VW-Lkw-Tochter Traton prüft Bau für E-Lkw-Batterien

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Traton checkt momentan, wo eine neue Batteriefabrik für Elektro-Lkw gebaut werden könnte. Zur Debatte stünden Krakau, Zwolle oder Salzgitter. Salzgitter hofft laut dpa auf den Zuschlag ...

Die VW-Lkw-Tochter Traton sucht momentan den richtigen Standort für eine Batteriezellenfabrik. Salzgitter hofft auf den Zuschlag. Damit will man nicht nur dem zu erwartenden Hochlauf von Elektro-Lkw, wie den „eTGX“ von MAN (Bild), rechtzeitig begegnen ... (Bild:  MAN)
Die VW-Lkw-Tochter Traton sucht momentan den richtigen Standort für eine Batteriezellenfabrik. Salzgitter hofft auf den Zuschlag. Damit will man nicht nur dem zu erwartenden Hochlauf von Elektro-Lkw, wie den „eTGX“ von MAN (Bild), rechtzeitig begegnen ...
(Bild: MAN)

Der Bau einer neuen Batteriefabrik für Elektro-Lastkraftwagen der Marken MAN und Scania steckt laut Traton aber noch noch in einer recht frühen Phase, was die Standortwahl betrifft. Die Entscheidung, ob ein eigenes Werk gebaut wird, werde voraussichtlich erst im Herbst fallen. Frühestens Anfang der 2030er-Jahre könnte die Produktion auch erst anlaufen. Traton überlegt aber nach eigener Aussage auch, ob man die Batterien zukaufen kann, wie die Braunschweiger Zeitung berichtet hat. Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies zeigte sich dem Bericht zufolge zuversichtlich, den neuen Traton-Standort nach Salzgitter holen zu können. Die Traton-Konzernmutter Volkswagen errichtet nämlich in Salzgitter bereits eine eigene Batteriezellfabrik, die 2025 anlaufen soll. MAN betreibt in der Stadt ein Komponentenwerk, das bisher vor allem Achsen liefert.

Richtfest für andere Batteriefabrik bei MAN in Nürnberg

Für Traton wäre das neue Werk bereits der dritte eigene Batteriestandort nach Södertäje in Schweden, wo die Produktion im September 2023 angelaufen war. Die derzeit im Bau befindliche MAN-Batteriefabrik in Nürnberg soll 2025 eröffnen. Im Herbst will MAN dort Richtfest feiern. Anders als bei Daimler Truck und VW sollen hier aber keine Batteriezellen entstehen. Die Zellen werde man extern zukaufen und dann zu Batterien zusammensetzen, wie man erfährt. Bis zu 100.000 Batteriemodule pro Jahr könnten dann in Nürnberg entstehen, die laut MAN für etwa 20.000 Elektrolastwagen ausreichen. Die gleiche Kapazität sei auch für den neuen Standort geplant. Das Investitionsvolumen soll bei rund 200 Millionen Euro liegen.

MAN will in einigen Jahren zigtausend Elektro-Lkw ausliefern

Angesichts des geplanten Hochlaufs der Elektro-Lkw sei bereits jetzt abzusehen, dass die Kapazitäten der beiden bisherigen Werke in dem 2030er-Jahren nicht mehr ausreichen würden. Deshalb prüfe man schon jetzt, wie man die Batterieproduktion dann ausbauen könne. Anders als die bisherigen beiden Fabriken von MAN und Scania, soll der neue Standort dann beide Traton-Marken beliefern. Und MAN will noch in diesem Jahr mit der Auslieferung seines neuen Elektro-Lasters „eTGX“ beginnen, wie man betont. Im kommenden Jahr sollen 1.500 Stück davon verkauft werden. Bis 2040 will MAN jeden zweiten Lkw mit E-Antrieb ausliefern. Das wären dann nach Angaben des Unternehmens rund 40.000 pro Jahr.

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