Software-Unterstützung VW setzt bei E-Autos auf Rivian-Know-how

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Die die dpa erfahren hat, rollt die Partnerschaft zwischen Volkswagen und dem Software-Spezialisten Rivian jetzt an. VW hat auch den Geldbeutel nochmals geöffnet.

Nach der Ankündigung vor Monaten, geht die Kooperation zwischen Volkswagen und Rivian jetzt in die praktische Phase ...(Bild:  dpa)
Nach der Ankündigung vor Monaten, geht die Kooperation zwischen Volkswagen und Rivian jetzt in die praktische Phase ...
(Bild: dpa)

Volkswagen hat die Partnerschaft mit dem US-amerikanischen Tesla-Herausforderer Rivian besiegelt. Bereits 2027 sollen demnach die ersten Elektroautos auf Basis der neuen Elektroarchitektur vom Band laufen. Die Investition in das Projekt stockte VW noch einmal auf – und zwar um rund 800 Millionen Dollar. VW kostet das Ganze dann insgesamt 5,8 Milliarden. Mit dem Gemeinschaftsunternehmen werden die Wolfsburger dann Zugriff auf die Elektro- und Softwarearchitektur der Amerikaner erhalten. Diese Kooperation wurde bereits im Juni angekündigt. Der Plan sieht ein Gemeinschaftsunternehmen vor, im Rahmen dessen für beide Hersteller entwickelt werden soll und das sie zu gleichen Teilen führen. Die Basis soll eben die bestehende Elektronikarchitektur von Rivian sein, die im Zuge dessen nun weiter entwickelt werde. Für Rivian ist es eine hilfreiche Geldspritze, denn die 2009 gegründete Unternehmen schreibt nach wie vor rote Zahlen und kämpft mit sinkendem Interesse an Elektroautos in den USA.

VW will Software-Probleme eliminieren

Neue Elektroautos von Volkswagen sollen dann nach und nach auf Rivians Technologie und Software umschwenken. Man will mit VW-Modellen starten. Dann folgten Audi, Scout, Porsche und die anderen. Dabei gehe es um alle Fahrzeugklassen, also vom Kleinstwagen bis hin zu Luxuskarossen und Sportwagen. Durch die Kooperation winken große Stückzahlen und sinkende Kosten. Der Hintergrund der Partnerschaft ist wohl auch, dass der Autokonzern seit Jahren mit Problemen bei der hauseigenen Software-Entwicklung rangelt. Immer wieder kam es deshalb auch zum Verzug. Dadurch verzögerten sich bereits mehrere Modellstarts – zum Teil um mehrere Jahre. Rivian dagegen entwickelte von Anfang an eine eigene Architektur, in der die Autoelektronik in mehrere Zonen mit eigenen Computern aufgeteilt wird und die dadurch mit deutlich weniger Steuergeräten auskommt, wie es heißt. Inzwischen auch bereits die zweite Generation der Plattform im Einsatz.

So verteilt sich die Volkswagen-Investition

Von den bis zu 5,8 Milliarden Dollar, die Europas größter Autobauer für das Projekt ausgeben will, entfallen 3,5 Milliarden Dollar auf Rivian-Anteile. Parallel sollen 2,3 Milliarden in das neue Gemeinschaftsunternehmen einfließen, wovon eine Milliarde als Darlehen vorliege. Bisher war von drei Milliarden Dollar für den Rivian-Einstieg und zwei Milliarden für das Gemeinschaftsunternehmen die Rede.

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