Weg damit! VW verkauft Werk in China

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Volkswagen hat sein umstrittenes Werk in der nordwestchinesischen Provinz Xinjiang verkauft, wie die dpa heute erfahren hat.

Im Volkswagen-Werk in der chinesischen Provinz Xinjiang sollen Menschenrechtsverletzungen begangen worden sein. Jetzt trennen sich die Wolfsburger davon.(Bild:  VW)
Im Volkswagen-Werk in der chinesischen Provinz Xinjiang sollen Menschenrechtsverletzungen begangen worden sein. Jetzt trennen sich die Wolfsburger davon.
(Bild: VW)

Der VW-Standort in Xinjiang war wegen Menschenrechtsverletzungen an Mitgliedern der Uiguren-Minderheit lange in der Kritik. Volkswagen ging den Vorwürfen aber auch mit einer Untersuchung nach. Die Wolfsburger hatten das Werk zusammen mit dem staatlichen Autobauer Saic als Joint-Venture betrieben. Als Grund für den Verkauf wurden allerdings wirtschaftliche Gründe genannt. Über die Zukunft des Werkes war monatelang verhandelt worden. Neuer Inhaber ist laut Kreisen ein chinesischer Staatsbetrieb aus Shanghai. Zugleich verlängerte VW die generelle Zusammenarbeit mit Saic um zehn Jahre – also bis 2040.

Volkswagen will den chinesischen Markt aufmischen

VW will damit eine neue Produktoffensive ab 2026 starten und bis Ende der Dekade mit Saic satte 18 neue Modelle der Kernmarke Volkswagen und Audi auf den Markt bringen. Davon seien 15 aber exklusiv nur für den chinesischen Markt. Bis 2030 will der Konzern jährlich vier Millionen Autos verkaufen und so einen Marktanteil von 15 Prozent in China erreichen. Zwischen dem Rückzug aus Xinjiang, der vor wenigen Tagen besiegelt wurde, und der Vertragsverlängerung besteht laut Volkswagen aber kein Zusammenhang.

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