Merzrevolution? China könnte für den deutschen Handel zum Risiko werden

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China baut seine Position auf den Weltmärkten in zahlreichen Branchen deutlich aus, so die Deutsche Industrie und Handelskammer DIHK. Das könnte zu Problemen führen ...

Bundeskanzler Friedrich Merz schickt sich an, eine Reise nach China zu unternehmen. DIHK-Präsident Peter Adrian sieht den Zeitpunkt als ideal an. Denn es gilt, einiges mit China, einem wichtigen Handelspartner für Deutschland, zu bereden. Hier einige Punkte dazu ...(Bild:  DIHK / W. Schuering)
Bundeskanzler Friedrich Merz schickt sich an, eine Reise nach China zu unternehmen. DIHK-Präsident Peter Adrian sieht den Zeitpunkt als ideal an. Denn es gilt, einiges mit China, einem wichtigen Handelspartner für Deutschland, zu bereden. Hier einige Punkte dazu ...
(Bild: DIHK / W. Schuering)

Für deutsche Unternehmen ergeben sich aus den Handelsbeziehungen zu China zwar viele Chancen – etwa durch den starken technologischen Fortschritt und die Innovationskraft vor Ort. Doch den Vorteilen stünden auch wachsende Risiken gegenüber – zum Beispiel durch die bekannten staatlichen Eingriffe und daraus folgende ungleiche Wettbewerbsbedingungen.China sei für die deutsche Wirtschaft aber von zentraler Bedeutung. Doch gleichzeitig hätten sich die Rahmenbedingungen spürbar verschoben: Während die Absatzmöglichkeiten deutscher Player im chinesischen Markt deutlich zurückgingen, nähmen Importe aus bekanntlich China zu. „Die Chinareise des Bundeskanzlers Merz kommt vor diesem Hintergrund zum richtigen Zeitpunkt“, kommentiert der DIHK-Präsident Peter Adrian gegenüber der dpa. Deutschland und der Europäische Binnenmarkt bleiben ein zentraler Absatzmarkt für chinesische Waren, merkte Adrian auch noch an.

Genehmigungs- und Kontrollprozesse mit China sind zu vereinfachen

Hinzu kommen weiterhin erhebliche Abhängigkeiten bei kritischen Rohstoffen und Vorprodukten, die vornehmlich aus China stammen. Die bestehenden Restriktionen gefährdeten Lieferketten und erschwerten Investitionsentscheidungen deutscher Unternehmen. Diese beklagen auch schon zunehmende Hemmnisse am chinesischen Markt. Peking hat vor Kurzem auch noch den Export von seltenen Erden beschränkt. Wer welche braucht, muss einen langen Atem haben. Adrian: „Ich setze darauf, dass sich der Kanzler in Peking für die Interessen der deutschen Wirtschaft einsetzt.“ Außer den wichtigen Fragen mit Blick auf ausgeglichene Wettbewerbsbedingungen bei Handel und Investitionen müsse es dabei auch um die Frage von Exportrestriktionen bei kritischen Rohstoffen gehen. Was Exportkontrollen anbelangt, so müssten diese auf Regeln basieren und transparent erfolgen. Die Genehmigungs- und Kontrollprozesse, die es schon gibt, so Adrian weiter, müssen einfacher, schneller durchführbar und auch berechenbarer werden. Zu den Chancen, die der chinesische Markt bietet, gehören etwa erneuerbare Energie, Kreislaufwirtschaft, Medizintechnik und groß angelegte Infrastrukturprojekte.

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