Indutriestaubsauger Wachstumspotenziale im In- und Ausland

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Waldstetten (jk) – Seit Jahresbeginn teilen sich Karin Hauger und Joachim Ringler die Geschäftsführung der Ringler GmbH, Waldstetten. Karin Hauger ist für den kaufmännischen Bereich und das Marketing zuständig, ihr Bruder Joachim für die Technik und den Vertrieb. Zum Jahreswechsel übernahmen sie den Familienbetrieb vom Vater und Firmengründer Bernhard Ringler, der weiterhin als Berater tätig ist.

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Die Ringler GmbH fertigt Industriestaubsauger. Das zweite Standbein sind stationäre Absauganlagen und der Rohrleitungsbau. So installiert Ringler komplette Absauganlagen in der Automobilindustrie. Außerdem gehören mobile Entstaubungsanlagen – wie sie bei der Graphitbearbeitung benötigt werden – zum Lieferprogramm. Auf Industriestaubsauger entfällt bei Ringler ein Umsatzanteil von 50%. „Wir haben einen guten Namen im Markt, weil unsere Industriesauger und Absauganlagen robust gebaut sind“, berichtet Karin Hauger. Dabei verweist sie auf Kriterien wie Qualität, Langlebigkeit und technische Raffinesse.

Stationäre Industriestaubsauger auch mit Engineering vor Ort

Überall dort, wo leistungsfähige Geräte und Anlagen zur Maschinen- und Betriebsreinigung benötigt werden, kommen die Industriestaubsauger zur Anwendung. Für die stationären Anlagen bietet Ringler auch das „Engineering vor Ort“ und damit laut Karin Hauger eine genaue Kalkulation und Planung. Dazu kommt der Kundendienst für den technischen Service vor Ort – inklusive der Lieferung von Ersatzteilen.

Das Geräte- und Anlagenprogramm reicht vom mobilen Industriestaubsauger mit 1,3 kW Leistung bis zur Absauganlage mit 30 kW. Das Anwendungsspektrum ist breit gestreut: Ob toxische Stoffe, Metallspäne und Emulsion, leicht brennbare Stäube, nasses Granulat, Schlamm oder gar Strahlkies – Ringler habe für jede Anwendung die richtige Lösung, sagt die Geschäftsführerin.

Ein Indiz dafür sei der Wirkungsgrad der eingebauten Filter, die sich teilweise waschen ließen. Bei allen Ausführungen können die Sammelbehälter je nach Größe entweder von Hand, elektro-pneumatisch oder mit Hilfe eines Hubstaplers entleert werden.

Deckel-Maho und Hermle Kunden für Entstaubungsanlagen

Stationäre Entstaubungsanlagen kommen meist im Werkzeug-und Formenbau zur Anwendung. Zu den Erstausrüstern für diese Branche zählen Maschinenhersteller wie Deckel-Maho und Hermle. Für die Aluminium-und Magnesiumbearbeitung hat Ringler den Entstauber RI 321 entwickelt: insbesondere zum Absaugen von brennbaren und hochexplosiven Stäuben, die in der Regel eine niedrige Mindestzündenergie haben. Zwei weitere Produkte durchlaufen derzeit das Anmeldungsverfahren. Die gesamte Entwicklung vom Prototyp bis zum marktreifen Produkt wird hausintern durchgeführt. Darin sei Ringler durchaus Vorreiter.

Die beiden geschäftsführenden Gesellschafter der Ringler GmbH planen, das Produktprogramm weiterzuentwickeln. So wird ein verstärkter Bedarf an Sauggeräten und Absauganlagen von Ringler in der Chemie- und Kunststoffindustrie gesehen. Auf der Metallbearbeitungsmesse EMO 2007 in Hannover sollen dazu die Kontakte zu Herstellern und Anwendern von Werkzeugmaschinen zur Kunststoffzerspanung intensiviert werden. Außerdem sieht man im Export-Geschäftsfeld ein Wachstumspotenzial.

Noch werden 80% des Umsatzes in Deutschland getätigt. Das soll sich nach Angaben von Karin Hauger jedoch ändern. Derzeit freut sich die Geschäftsführerin mit ihrem Bruder und den rund 30 Mitarbeitern „über eine konstant gute Auftragslage“.

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