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Der neu entwickelte Schuler-HED-Antrieb kombiniert die Vorteile beider Systeme. Der kinetische Arbeitsspeicher wird ähnlich wie beim klassischen Speicherantrieb während der Kühl- und Stillstandszeit im unteren Umkehrpunkt aufgeladen. Dadurch lässt sich die Anschlussleistung der Presse nahezu halbieren – und das bei gleichzeitiger Steigerung der Performance.
Das neue Werkzeugkonzept formt mehrere Bauteile parallel um
Extrem beschleunigt wird der Prozess auch durch einen hochdynamischen und frei programmierbaren Feeder, der bis zu vier Platinen gleichzeitig in das Warmformwerkzeug einlegen kann. Die Arbeitsweise gleicht der eines Drei-Achs-Transfers: Aufgrund der kürzeren Greifwege wird der Werkzeugraum schnell für den Pressenhub freigegeben. Ein zweiter Feeder an der Rückseite der Presse entnimmt die Bauteile in gleicher Weise aus dem Werkzeug und legt diese auf ein Band oder auf eine Übergabestation.
Mit dem Schuler-Werkzeugkonzept können ein großes oder zwei bis vier kleinere Bauteile zugleich gefertigt werden. Jedes Werkzeug wird dabei vom hydraulischen System der Presse wie ein Einzelwerkzeug verwendet. Dadurch kann der Anpressdruck für jedes einzelne Bauteil individuell optimiert werden und ein bestmöglicher Kontakt für alle Bauteile bei der Abkühlung ist sichergestellt – ausschlaggebend für den schnellen Wärmeübergang vom Bauteil in das gekühlte Werkzeug. Aus diesem wird die Wärme dann über wassergekühlte Kanäle abgeführt, um das Bauteil schnell abzukühlen – erforderlich für eine gleichmäßige Umwandlung des Gefüges in Martensit.
Neu entwickelter Drehdachofen verbraucht weniger Energie
Teil der Komplettlösung für das Formhärten von Schuler ist in Zukunft auch ein neu entwickelter energiesparender Drehdachofen. Mit einem Durchmesser von 13 m ist er nicht nur viel kompakter als die bis zu 50 m langen herkömmlichen Rollenherdöfen: Er gewährleistet auch eine wesentlich höhere Verfügbarkeit, weil er auf verschleißbehaftete Komponenten, wie zum Beispiel Rollen, verzichtet. Dadurch kommt es auch nicht zu unerwünschten Ausfallzeiten, weil Platinenbeschichtungen daran haften bleiben, und unerwünschte Ausfallzeiten sowie Wartungskosten reduzieren sich.
* Dipl.-Ing. Jens Aspacher ist Vertriebsleiter der Schuler AG in 68753 Waghäusel.
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