Investitionen
Warum deutsche Unternehmen trotz Krieg neue Fabriken in der Ukraine bauen

Quelle: dpa 4 min Lesedauer

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Bis vor kurzem konnte die Fixit Gruppe nur noch nachts produzieren, weil tagsüber nicht genug Strom zur Verfügung stand. Warum das Unternehmen nun trotzdem ein weiteres Werk in der Ukraine bauen will.

Trotz Krieg setzen deutsche Unternehmen weiterhin auf die Ukraine als Standort für ihre Werke. Ein Vorteil: Investitionen werden aktuell von der Bundesregierung abgesichert.(Bild:  kbarzycki - stock.adobe.com)
Trotz Krieg setzen deutsche Unternehmen weiterhin auf die Ukraine als Standort für ihre Werke. Ein Vorteil: Investitionen werden aktuell von der Bundesregierung abgesichert.
(Bild: kbarzycki - stock.adobe.com)

Im Osten der Ukraine herrscht Krieg, Raketen schlagen ein, Menschen sterben, jeden Tag – seit mehr als einem Jahr. Anders als an der Front scheint das Leben in der Hauptstadt Kiew weitgehend normal, aber die grausige Realität ist nie ganz auszublenden. Warum investieren deutsche Unternehmen in einem Land, wo Krieg geführt wird?

„Ich war vorher, ehrlich gesagt, zurückhaltend, habe gesagt, das geht jetzt vor allen Dingen um Nothilfe und nicht zu sehr um Investitionen“, sagt der Geschäftsführende Direktor des Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft, Michael Harms. Nach zwei Tagen voller Gespräche in Kiew mit Wirtschaftsvertretern, Behördenchefs und Politikern hat er seine Meinung geändert. Harms ist Teil der Delegation von sechs Wirtschaftsvertretern und einer Gesandten der Förderbank KfW, die mit Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) in das von Russland angegriffene Land gereist ist.