Wirtschaft

Warum die USA auch künftig Hochtechnologie aus Deutschland brauchen

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Der gute Ruf deutscher Produkte

Umgekehrt sind die Abhängigkeiten der USA vom Ausland und in einer längst arbeitsteiligen Weltwirtschaft größer, als es nationale Schutzraumbemühungen mit ein paar lautstarken Federstrichen aufzulösen vermögen. So stellen auch die USA bei weitem nicht mehr alles her, was das Land zum Betrieb der eigenen Industrie und dem Erhalt der Innovationskraft braucht.

An dieser Stelle taucht der deutsche Maschinenbau auf, denn der ist auch und besonders in Amerika hochgeschätzt nicht nur allein des klassischen Qualitätsmerkmals „Made In Germany“ wegen , sondern auch und besonders wegen des enormen Innovationsgrades, der die eigenen Produkte der USA „ oft um Längen schlägt“, wie es Peter Fischermann, Direktor der AKF Bank in Wuppertal und zuständig für den Bereich Industriefinanz unlängst beim Pressegespräch äußerte.

Und wie wenig der eigene Markt auf US-Maschinenbauprodukte setzt, zeigt die Statistik. Der Marktanteil heimischer Hersteller ging hier von 81 auf 63 % zurück. Knapp ein Drittel (Tendenz steigend) kommt also weiterhin aus dem Ausland, mehrheitlich aus China, Mexiko und Deutschland; also von genau jenen, denen der amerikanische Präsident schwere Zeiten in den USA versprochen hat.

Enormes Gefälle in der amerikanischen Industrie

Dass man dem indes sehr gelassen entgegensehen sollte, macht eine andere Betrachtung deutlich. Die seit Jahren schleichende Deindustrialisierung der USA hat neben zahlreichen Betriebspleiten, Schließungen, Betriebsaufgaben und Abwanderungen längst zu einem Mangel an Schlüsseltechnologien geführt. Trumps Abschottungsdrohung an jene Länder also, die viel in die USA exportieren, würde demnach nicht nur die Exporteure, sondern sehr unmittelbar auch die USA treffen. Denn der eigene Maschinenmarkt der USA teilt sich, so Ulrich Ackermann vom VDMA, „in einen vor Hightech geradezu strotzenden Teil und einen anderen, der mehr aus den Fünfzigerjahren des letzten Jahrhundert zu stammen scheint.“

Zum einen bestaunt man auf manchen Messen in Deutschland einige Technologiewunder, zum anderen zeigt man dort oftmals Dinge, die in Europa längst nicht mehr zulässig oder gebräuchlich sind und für Kopfschütteln sorgen.

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