Firmenübernahmen Warum manche CFOs deutlich bessere Deals aushandeln als andere

Quelle: Pressemitteilung

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Manche CFOs handeln bei Firmenübernahmen deutlich bessere Deals aus als andere. Verantwortlich dafür sind laut Otto Beisheim School of Management drei Faktoren.

Beim Thema Mergers & Acquisitions kommt dem CFO eine bedeutende Rolle zu.(Bild:  itchaznong - stock.adobe.com)
Beim Thema Mergers & Acquisitions kommt dem CFO eine bedeutende Rolle zu.
(Bild: itchaznong - stock.adobe.com)

Forscher der WHU Otto Beisheim School of Management haben 1.983 Firmenübernahmen durch 926 unterschiedliche US-Unternehmen in den letzten Jahren analysiert. Das Ergebnis: CFOs, die drei bestimmte Attribute aufwiesen, konnten ihren Unternehmen einen deutlichen Teil des Preisaufschlags auf den eigentlichen Marktwert des Übernahmeobjekts einsparen.

Welche Attribute sind entscheidend?

Attribut 1: Der CFO besitzt eine breitgefächerte Ausbildung statt reiner Finanzexpertise.

Die Forscher konnten nachweisen, dass die Generalisten unter den CFOs deutlich bessere Firmenübernahmen abschließen konnten als jene CFOs, die über reine Finanzexpertise verfügten. Durch ihre Erfahrungen in nicht-finanzorientierten Bereichen und die Arbeit in anderen Organisationen, Branchen oder Ländern konnten sie neue Perspektiven bei M&As einbringen und hatten ein besseres Verständnis für das Management insgesamt.

Attribut 2: Der CFO ist möglichst unabhängig vom CEO des Unternehmens.

Auch ein hoher Grad an Unabhängigkeit des CFOs vom CEO sorgte für bessere Geschäfte. CFOs, die vom Vorstand und nicht direkt vom CEO bestimmt wurden, trauten sich öffentlich realistischere Einschätzungen der geplanten Firmenübernahme zu und betrachteten die oft optimistischen Annahmen des CEOs kritischer.

Attribut 3: Der CFO genießt ein hohes Ansehen beim Vorstand des Unternehmens.

Verfügte ein CFO außerdem über hohes Ansehen im Vorstand, konnte er die Preisaufschläge auf den tatsächlichen Marktwert des Übernahmeobjekts zusätzlich geringer halten. Ein hoher Status im Vorstand erlaubt dem CFO eine selbstbewusstere eigene Meinung und sorgt für eine stärkere Machtbalance zwischen CEO und CFO.

Insgesamt bewahren CFOs, die selbstbewusst und unabhängig auftreten können, ihre Unternehmen häufig vor zu hohen Übernahmekosten oder versuchen eine Übernahme, die sie auch mittel- und langfristig für unwirtschaftlich halten, ganz zu verhindern.

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