Geschäftsmodelle
Warum Maschinenbauer an der Monetarisierung digitaler Services scheitern

Ein Gastbeitrag von Jens von der Brelie 4 min Lesedauer

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Maschinenbauer tun sich mit der Monetarisierung digitaler Services schwer. Den technologischen Wandel deshalb auf Eis zu legen, ist jedoch keine gute Idee. Besser: Die passenden Business- und Erlösmodelle entwickeln.

Bisher tun sich viele Maschinenbauer noch schwer damit, aus ihren digitalen Services ein erfolgreiches Geschäftsmodell zu machen.(Bild:  Nuthawut - stock.adobe.com)
Bisher tun sich viele Maschinenbauer noch schwer damit, aus ihren digitalen Services ein erfolgreiches Geschäftsmodell zu machen.
(Bild: Nuthawut - stock.adobe.com)

Hinter vorgehaltener Hand wird in vielen Maschinenbau- und Produktionsbetrieben dieselbe alarmierende Geschichte zum Thema Digitalisierung erzählt: Das Unternehmen erkennt die Notwendigkeit des technologischen Wandels, begeistert sich nach Anlaufschwierigkeiten dafür und investiert mehrere Millionen Euro in ein erstes großes Projekt – zum Beispiel eine Software, die den Wartungsbedarf von Maschinen frühzeitig meldet oder eine Plattform, die den Kunden die Koordination ihres Maschinenparks erleichtert.

Nach der aufwändigen technischen Realisierung und der Einführung kommt jedoch das böse Erwachen: Den hohen Entwicklungskosten und den in Summe oft noch höheren laufenden Kosten stehen am Ende zu wenig oder gar keine Einnahmen gegenüber. Oder anders formuliert: Die Monetarisierung, die ein Projekt dieser Größenordnung rechtfertigen würde, hat nicht funktioniert. Die gefährliche Folge: Die Geschäftsführung legt das Thema Digitale Services auf Eis und gefährdet damit nichts weniger als die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.