Der Begriff User Experience, kurz UX, beschreibt alle Erlebnisaspekte bei der Benutzung eines Produkts oder einer Dienstleistung. Hierzu gehören auch ästhetische und emotionale Aspekte.
Die Definition von User Experience bezeichnet die Summe aller erlebten Aspekte bei der Nutzung eines Produkts oder einer Dienstleistung.
User Experience (UX) meint die Summe aller menschlichen Erfahrungen mit einem Produkt oder einer Dienstleistung. Hierzu gehören auch
die Interaktionen,
die Funktionalität,
die Verständlichkeit und
die emotionalen Aspekte.
Im Kern steht also die Frage, wie einfach, angenehm und effektiv ein Mensch ein Produkt oder eine Dienstleistung nutzen kann.
Klammert man den eher emotionalen Teil der User Experience aus und konzentriert sich vor allem auf die objektiv messbare Effektivität einer Nutzungserfahrung, spricht man auch von der Gebrauchstauglichkeit oder Usability.
In ihrer Grundfunktion ist die User Experience in vielen verschiedenen Bereichen wichtig. Für eine möglichst vollständige UX-Definition sind vor allem die nachfolgenden Felder wichtig:
1. Produktentwicklung: Wie wichtig die User Experience in der Produktentwicklung ist, lässt sich leicht an elektronischen Geräten zeigen. UX spielt daher beispielsweise in der Entwicklung von mobilen Endgeräten wie Smartphones oder auch Haushaltsgeräten eine wichtige Rolle. Doch auch die Entwicklung von Industriemaschinen und Anlagen sollte immer auch aus einer UX-Perspektive betrachtet werden. Susabo gewährleisten die Hersteller von tonnenschweren Stanzmaschinen bis zu smarten Nagelknipsern, dass ihre Produkte leicht zu verwenden und zu verstehen sind.
2. Webdesign und Entwicklung: UX-Design ist auch bei der Gestaltung von Websites und Anwendungen oder anderer interaktiver Systeme von großer Bedeutung. Hier geht es vor allem darum, sicherzustellen, dass Benutzerinnen und Benutzer eine intuitive und zufriedenstellende Erfahrung machen.
3. Marketing: Auch die Gestaltung von Marketingkampagnen ist auf eine ansprechende User Experience angewiesen. So können Verantwortliche die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass ihre Zielgruppe die Werbebotschaft als verständlich und ansprechend empfindet.
4. E-Commerce: Die Bedeutung von UX im E-Commerce weist Parallelen zum Bereich Webdesign auf. Auch für den Online-Handel ist es elementar, dass Kunden und Kundinnen ein reibungsloses und angenehmes Einkaufserlebnis haben.
5. Finanzdienstleistungen: Und auch die Finanzbranche kommen nicht an einer guten UX vorbei. Gerade im sensiblen und konkurrenzträchtigen Bereich der Finanzen erwarten die Menschen eine einfache und sichere Möglichkeit, ihre Finanzen zu verwalten.
Insgesamt ist eine gelungene User Experience also in jeder Branche wichtig, in der es um menschliche Interaktion mit Produkten oder Dienstleistungen geht. Im Folgenden sollen aber die Bereiche Produktentwicklung sowie Webdesign und Entwicklung im Fokus stehen.
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User Experience ist in der Produktentwicklung so wichtig, weil sie die Benutzerfreundlichkeit und Zufriedenheit optimiert. Sie stellt den Menschen in den Mittelpunkt und verwirklicht so ein Human-Centered Design. Ein nach UX-Methoden gut gestaltetes Angebot ist auf die Bedürfnisse und Wünsche der Benutzerinnen und Benutzer ausgelegt. So führt sie zu einer angenehmeren Erfahrung bei der Nutzung eines Produktes. Das stärkt die Bindung zwischen Mensch und Produkt. Empfinden User die UX als schlecht, kann das gegenteiligen Effekt haben. Die Benutzer werden dann das Produkt nicht verwenden und dem produzierenden Unternehmen den Rücken kehren.
Somit kann ein erfolgreiches User Experience Design zu höheren Umsätzen und besseren Kundenbewertungen führen. Zusätzlich kann eine von vorneherein berücksichtige UX auch die Entwicklungskosten reduzieren. Bezieht man die Bedürfnisse der Zielgruppe direkt mit ein, muss man während der Entwicklungsphase weniger anpassen. Das gilt bei digitalen Produkten aber auch analogen.
Die User Experience ist in der Produktentwicklung also für Folgendes wichtig:
Letztendlich zielen auch Webdesign und Entwicklung darauf ab, Produkte anbieten zu können. Und auch hier beeinflusst die User Experience die Zufriedenheit der Benutzerinnen und Benutzer. Man spricht auch vom Joy of Use. Eine aus UX-Sicht gut gestaltete Website oder Anwendung führt zu einer besseren Nutzungserfahrung. Das kann eine höhere Zufriedenheit und längere Verweildauer auf der Website oder in der App bewirken.
Eine schlechte UX kann jedoch bewirken, dass Menschen die Website schnell wieder verlassen. Das mündet in einer höheren Absprungrate und einer schlechteren Konversion. Demgegenüber kann sinnvolles UX-Design dabei helfen, dass sich User auf einer Website oder in einer App leichter orientieren können. Nur einer von vielen Aspekten ist hier das User Interface Design, auch UI Design abgekürzt.
Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist der SEO-Kontext. Denn eine gelungene User Experience kann sich positiv auf den Suchmaschinenrang einer Website auswirken. Schließlich sind auch Suchmaschinenalgorithmen sind in der Lage, eine positive Benutzererfahrung für die Bewertung von Websites zu berücksichtigen.
In Webdesign und Entwicklung spielt UX also für diese Punkte eine Rolle:
bessere Benutzererfahrung, beispielsweise durch einfachere Navigation
längere Verweildauer
höhere Konversionen
besseres Suchmaschinenranking
Wer beschäftigt sich professionell mit User Experience?
Menschen, die sich professionell mit User Experience beschäftigen, können viele verschiedene Berufsbezeichnungen tragen. Viele von ihnen nennen sich zum Beispiel UX-Designer, UX-Researcher oder UX-Spezialisten. Diese Fachleute arbeiten häufig in interdisziplinären Teams, die sich mit der Konzeption, Gestaltung und Umsetzung von Produkten und Dienstleistungen befassen.
In Deutschland übernimmt der Berufsverband German UPA e. V. die Interessenvertretung von UX-Professionals. Ihre Aufgabe ist es, die Bedürfnisse, Wünsche und Verhaltensmuster von Benutzern und Benutzerinnen zu verstehen. Anschließend können sie Lösungen entwickeln, die eine angenehme und effektive Benutzererfahrung bieten. Dazu gehören Aufgaben wie die Durchführung von Nutzerforschungen oder die Erstellung von Informationsarchitekturen, Interaktionsdesigns und visuellen Konzepten. Auch die Überprüfung von Produkten auf Zugänglichkeit und Benutzerfreundlichkeit fällt hierein.
Stand: 08.12.2025
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Interdisziplinäre UX-Teams setzen sich aus einer Vielzahl von Fachleuten zusammen, die unterschiedliche Fähigkeiten und Perspektiven einbringen. Diese Rollen kann es in einem typischen UX-Team geben:
1. UX-Designer: Verantwortlich für die Konzeption, Gestaltung und Überprüfung der Nutzungserfahrung
2. Interaktionsdesigner: Verantwortlich für die Gestaltung der Interaktionen zwischen Mensch und Produkt
3. Informationsarchitekt: Verantwortlich für die Organisation und Strukturierung von Informationen auf einer Website oder in einer Anwendung
4. Visual Designer: Verantwortlich für das visuelle Erscheinungsbild eines Produkts
5. Content Strategist: Verantwortlich für die Planung, Entwicklung und Verwaltung von Inhalten
6. Usability Tester: Führt Tests durch und gibt Feedback zur Benutzerfreundlichkeit und Effektivität eines Produkts
7. Entwickler: Verantwortlich für die technische Umsetzung eines Designs
8. Projektmanager: Verantwortlich für die Koordination und Überwachung des Projekts
Diese Rollen können dabei von einer Person oder mehreren Personen besetzt sein. Auch können sie in Abhängigkeit von Größe und Komplexität des Projekts variieren. Eine enge Zusammenarbeit innerhalb von UX-Teams ist wichtig, um eine harmonische Nutzungserfahrung zu kreieren.
Gute User Experience ist gekennzeichnet von intuitiver, effektiver, effizienter und angenehmer Benutzungserfahrung. Schlechte UX resultiert aus Verwirrung, Frustration und ineffektiven Interaktionen. Die nachfolgenden Merkmale sollen den Unterschied zwischen guter und schlechter UX verdeutlichen:
Gute UX:
Klare, verständliche Navigation
Logische und einfache Bedienung
Übersichtliche und informative Darstellung von Informationen
Angemessene Reaktionszeiten und Ladezeiten
Angepasst an die Bedürfnisse und Vorlieben des Benutzers
Zugänglich für Menschen mit eingeschränkten Fähigkeiten
Schlechte UX:
Verwirrende Navigation
Nicht-intuitive Bedienung
Überladene oder unübersichtliche Darstellung von Informationen
Lange Ladezeiten oder Reaktionszeiten
Unangepasst an die Bedürfnisse und Vorlieben des Benutzers
Unzugänglich für Menschen mit eingeschränkten Fähigkeiten
Hier ist wichtig, dass die Definition von guter und schlechter UX subjektiv sein kann. Ein wichtiger Teil des UX-Designs besteht darin, Benutzerforschungen zu betreiben. Sie hilft beim Verständnis der Bedürfnisse und Vorlieben der Zielgruppe. Für eine möglichst einheitliche UX-Qualität gibt es auch eine entsprechende Normierung. Hierzu definiert die DIN EN ISO Norm 9241-210 den Ausdruck User Experience und bezeichnet ihn auch als Benutzererlebnis.