Offshore-H2 Wasserstoffgewinnung auf dem Meer soll es bringen

Quelle: HS Bremerhaven 2 min Lesedauer

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Wasserstoff wird als alternativer Energieträger immer wichtiger für Deutschland – vor allem auch zum Ausgleich der wetterabhängigen Stromlieferanten. Forscher wollen H2 nun auf dem Meer erzeugen ...

Wasserstoff dort herstellen, wo der Rohstoff in Unmengen vorhanden ist: Im Meer! Das wollen Forscher der Hochschule Bremerhaven jetzt in die Wege leiten. Denn die Offshore-Wasserstofferzeugung ist nach ihrer Einschätzung günster als die an Land ...(Bild: ©  Shawn Hempel - stock.adobe.com)
Wasserstoff dort herstellen, wo der Rohstoff in Unmengen vorhanden ist: Im Meer! Das wollen Forscher der Hochschule Bremerhaven jetzt in die Wege leiten. Denn die Offshore-Wasserstofferzeugung ist nach ihrer Einschätzung günster als die an Land ...
(Bild: © Shawn Hempel - stock.adobe.com)

Im Rahmen des Projekts „wind2hydrogen“ an der Hochschule Bremerhaven wird nach einer Möglichkeit gesucht, die Energie aus Offshore-Windenergieanlagen direkt vor Ort auf dem Meer in Wasserstoff umzuwandeln, wie man erfahren darf. Dafür arbeitet man mit der Universität Bremen und der Bremerhavener Enpro GmbH zusammen. Im letzten Jahr speisten rund 1.600 Offshore-Windenergieanlagen etwa sechs Prozent der deutschen Jahresstrommenge in das öffentliche Stromnetz ein. Damit diese Energie an Land kommt, müssen aber Seekabel verlegt werden. Das ist aber teuer und muss aus Umweltschutzgründen gut durchdacht sein. Günstiger wäre es demnach, den erzeugten Strom direkt vor Ort in Wasserstoff umzuwandeln und in dieser Form die Energie zu speichern, wie die Forscher sagen. Dafür müsste jedoch das Meerwasser, das für die Elektrolyse verwendet wird, zunächst entsalzt werden. Das ist der Fokus, auf den sich die Bremerhavener konzentrieren. Es gibt auch erste Erfolgsmeldungen, heißt es.

Autonome Plattform macht aus Meerwasser H2

Es geht konkret darum, die verfahrenstechnische Planung und Entwicklung einer schwimmenden Wasserstoffproduktionsanlage zu forcieren – also die Frage zu beantworten, wie eine solche Anlage aussehen und funktionieren kann. Das sei nicht trivial, denn eine solche Plattform müsse autonom funktionieren und natürlich den schwierigen Umweltbedingungen auf See standhalten. Kürzlich konnten die Forscher aber schon ihren ersten positiven Berichte abliefern. So können sie etwa bei der Entwicklung auf bereits bestehende Technologien zurückgreifen, was zu einer schnelleren Marktreife führt. Diese Analyse ist ein wichtiger Bestandteil des Projekts, denn es kann sein, dass die technischen Anforderungen, die in der Studie erarbeitet werden, über den Stand des Marktangebots hinausgehen und später auf Basis des abschließenden Empfehlungskataloges von der Industrie zu lösen sind. Nun will man ein Modell entwickeln, mit dem verschiedene Wasserstoffplattformen simuliert werden können. Das helfe dann bei der Einschätzung der Kosten für die Installation der Risiken beim Betrieb. Eine konkrete Skizze für eine Testanlage ist für nächstes Jahr geplant.

(Das Projekt wird gefördert durch die BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH und kofinanziert mit Mitteln aus dem "EFRE Bremen 2021 bis 2027" Programm).

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