Zerspanungswerkzeuge

Wechselkopfwerkzeuge bieten ein hohes Maß an Flexibilität beim Zerspanen

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

So weist beispielsweise das Wechselkopfsystem Garant Topcut, das die Hoffmann Group erstmals auf der EMO 2011 präsentieren wird, eine Systemgenauigkeit ≤ 0,01 mm auf. Allenfalls bei präzisen Schlichtoperationen und bei großen Schnitttiefen müssen Nutzer von Wechselkopfwerkzeugen mit Einschränkungen aufgrund der zusätzlichen Schnittstelle rechnen. Ansonsten sind die zweiteiligen Werkzeuge mit ihrem einteiligen Pendant absolut vergleichbar.

Weil der Materialkostenanteil bei VHM-Werkzeugen hoch ist, lässt sich das Einsparpotenzial von Wechselkopfwerkzeugen nach einer einfachen Formel ableiten: je größer der Durchmesser, desto höher das Einsparpotenzial. So bieten die Zweiteiler bei Durchmessern ab16 mm wegen des geringeren Vollhartmetallbedarfs deutliche Kostenvorteile im Vergleich zu Monowerkzeugen. Der Schwerpunkt des Angebots liegt derzeit bei Durchmessern zwischen 15 und 20 mm.

Ab welcher Größe anstelle von Wechselkopfwerkzeugen besser Wendeschneidplatten eingesetzt werden, hängt stark vom Werkzeugtyp, dem jeweiligen Einsatzfall und den Anforderungen an Stabilität und Genauigkeit ab. Wie weit das Spektrum dabei reicht, zeigt das Reibsystem DR von Horn. Die wechselbaren Vollhartmetallköpfe gibt es für Durchmesser bis 140 mm.

Borries Schüler, Produktbereichsleiter modulare Zerspanung bei der Hoffmann Group, sieht gerade große Wechselkopfwerkzeuge mit Durchmessern zwischen 20 und 25 mm in einer Art Brückenfunktion: „Diese Werkzeuge kann man dort einsetzen, wo ein Monowerkzeug schon sehr teuer und ein Wendeplattenwerkzeug technisch noch nicht ganz die ideale Lösung ist.“ Das Einsparpotenzial taxiert er auf 20% und mehr.

Weniger Rüstvorgänge

Nach unten hin liegt die Grenze aktuell bei 8 mm. „Bei kleineren Durchmessern lässt sich das System nicht mehr wirtschaftlich realisieren, weil die Schnittstellenfertigung und somit die Herstellkosten in einem ungünstigen Verhältnis zu den eingesetzten Materialkosten stehen“, so Horn-F&E-Leiter Luik. Zudem stoße die Stabilität der Schnittstelle an ihre Grenzen.

(ID:382800)