Elektrotechnik Weidmüller verbucht 2011 mehr Umsatz als je zuvor
Die Weidmüller-Gruppe hat das Geschäftsjahr 2011 mit einem Umsatz von 620 Mio. Euro abgeschlossen. Das entspricht einem Wachstum von 16 % im Vergleich zum Vorjahr. Damit wächst der Elektrotechnikspezialist laut Verbänden wie ZVEI und VDMA über Branchendurchschnitt, wie das Unternehmen mitteilt.
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Das Umsatzwachstum erstrecke sich über alle Regionen und Divisionen. Mit nach wie vor sehr hohen Wachstumsraten sei der asiatisch-pazifische Raum (+20 %) mit China (+23 %) und Korea (+22 %) weiterhin Motor. Auch die Regionen NAFTA (+17 %) und Mittel- und Osteuropa (+16 %) erwirtschafteten weiterhin hohe Zuwächse. Deutschland wachse mit 14 % auf stabilem Niveau.
Weidmüller wagt noch keine Prognose für 2012
Aus Produktsicht hätten sowohl die Divisionen Elektronik als auch Elektrische Verbindungstechnik zugelegt. Der Bereich der Applikationsspezifischen Lösungen, spezialisiert auf individuelle Industrieanforderungen, kristallisiere sich weiter als Wachstumstreiber heraus.
Eine solide Prognose für das Jahr 2012 sei immer noch schwierig. „Der Verlauf des Jahres 2012 hängt stark von der Entwicklung der Weltwirtschaft ab. Entscheidende Faktoren sind die Eurokrise sowie politische Reaktionen und Maßnahmen darauf“, sagt Finanzvorstand Harald Vogelsang. „Weidmüller ist für verschiedene mögliche Szenarien gerüstet. Wir begegnen unsicheren Rahmenbedingungen mit einer flexiblen Planung für das Jahr 2012. Unser Ziel ist es, weiterhin über Branchendurchschnitt zu wachsen – derzeit gehen wir von einem Wachstum im einstelligen Bereich aus.“
China düfte Weidmüller noch weiteres Wachstum bringen
Vom Wachstumsmarkt China erwartet Weidmüller noch viel: „China ist für Weidmüller zweitwichtigster Absatzmarkt. Als Familienunternehmen sind wir nicht an dem ‚schnellen Euro’ interessiert, sondern setzen auf langfristiges Engagement – auf starke, nachhaltige Verbindungen. In diese haben wir 2011 mit der Gründung der Academy Asia und der Eröffnung des Logistikcenters in Shanghai weiter investiert. Unser Erfolg in China zeigt, dass wir mit diesem Weg richtig liegen“, erläutert Vorstandssprecher Dr. Peter Köhler. Selbst wenn sich ein Abflachen der Konjunktur in China andeute, sei die Volksrepublik immer noch ein wichtiger Treiber in den Zukunftsmärkten.
Victor Wan, President Greater China bei Weidmüller, bestätigt diese Einschätzung. „Das rasante Wirtschaftswachstum in China bedingt steigenden Energiebedarf und zunehmende Mobilität. Ballungszentren erfordern eine leistungsfähige Infrastruktur für Verkehr sowie Ver- und Entsorgung und der erhöhte Strombedarf wird zukünftig verstärkt über regenerative Energien abgedeckt. Deshalb ist China für uns ein Zukunftsmarkt mit vielen Chancen.“
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