Einzelteilfertigung

Wenn auch die Zerspanung zur Schokoladenseite der Arbeit wird

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Großzügiger Arbeitsraum mit schwenkbarer Hauptspindel

Ende 2017 wurde dann das erste Bearbeitungszentrum beschafft: eine 3-Achs-Maschine des Typs Forte 65 Single 1320 mit Verfahrwegen von 1320 mm × 650 mm × 600 mm (X/Y/Z). Knapp drei Monate später – noch vor der Lieferung der Forte 65 – wurden sogleich zwei 5-Achs-Fräsmaschinen mit schwenkbarer Hauptspindel aus der Tiltenta-Baureihe bestellt: eine T6-2300 mit Verfahrwegen von 2300 mm × 600 mm × 695 mm (X/Y/Z) und eine T9-2600 mit 2600 mm × 900 mm × 900 mm (X/Y/Z).

„Wir hatten von Anfang an mit den größeren Schwenkkopf Maschinen geliebäugelt“, gibt Fertigungsleiter Stolpe zu. Die 3-Achs-Fräsmaschine hatte man aber zuerst beschafft, um vor der Inbetriebnahme der 5-Achs-Bearbeitungszentren Erfahrungen sammeln zu können. Damit sind 2018 gleich drei äußerst flexible Fräsmaschinen in Betrieb gegangen, die den Einsatz von Aufsatzrundtischen und Schwenkbrücken erlauben. Auch das Aufspannen von Schraubstöcken in Reihe, von Vakuumspannplatten oder von Rasterplatten ist problemlos möglich. Die Hedelius-Bearbeitungszentren sind also extrem vielfältig einsetzbar. So wie man es sich bei Sollich gewünscht hatte.

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Hunderte von Werkzeugen können quasi immer im Eingriff sein

Alle drei Hedelius-Bearbeitungszentren arbeiten mit gleicher Steuerung und Spindel. Das heißt, Heidenhain TNC und 29-kW-Spindeln mit einer Drehzahl bis 12.000 min-1. „Die Mitarbeiter sollen zwischen allen Maschinen wechseln können, um einen möglichst effizienten 1-Schicht-Betrieb aufrecht zu erhalten. Das hat sehr gut funktioniert“, lobt Stolpe. Die 5-Achs-Bearbeitungszentren sind zusätzlich noch jeweils mit einem Standby-Werkzeugmagazin ausgestattet, das 180 zusätzliche Werkzeuge bereithält. Damit verfügt die Tiltenta 6-2300 über eine Werkzeugkapazität von insgesamt 220 Plätzen. Und die Tiltenta 9-2600 kann sogar auf 240 Plätze zugreifen.

„Aufgrund der Standby-Magazine haben wir praktisch immer alle Werkzeuge im Eingriff“, sagt Michael Nuchte zufrieden, Vorarbeiter Zerspanung bei Sollich. Er ist besonders von den vielen Details der Hedelius-Bearbeitungszentren angetan: „Die Maschinen sind gut zugänglich, nicht nur für den Bediener, sondern auch für das Wartungspersonal und die Instandhalter. Sie haben kompakte Aufstellmaße, große Sichtscheiben und einen geringen Abstand in puncto Spindelnase zum Tisch“, ergänzt Nuchte.

Sollich, oder Sollich nicht? – die Entscheidung fiel nicht schwer...

Bei Sollich ist man also mit den ersten Hedelius Bearbeitungszentren zufrieden, so zufrieden, dass im Jahr 2020 eine weitere Fräsmaschine angeschafft wurde, natürlich auch mit Heidenhain-TNC-640-Steuerung und 29-kW-Spindel. Das 3-Achs-Bearbeitungszentrum Forte 6-2300 verfügt über Verfahrwege von 2300 mm × 600 mm × 800 mm (X/Y/Z) und auch hier ist zumindest die Vorbereitung für eine vierte Achse vorhanden, sodass mit Schwenkbrücken gearbeitet beziehungsweise lange Teile ohne großen Umrüstaufwand bearbeitet werden können. Damit passt sich die Forte 6-2300 perfekt in das Fertigungskonzept von Sollich ein.

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