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Das WPM-System ist so einfach wie genial. Denn die permanent erfassten Druck- und Temperaturdaten werden per Funk an einen Rechner gesendet. Das ist nichts Besonderes, denn es kann ein handelsübliches und windowsbasiertes Notebook sein, das zum Einsatz kommt.
Daten der Umformwerkzeug-Überwachung gehen direkt an die Pressensteuerung
Mit Hilfe eines USB-Antennensticks werden die gefunkten Daten vom Rechner empfangen und auf dem Monitor angezeigt. Gleichzeitig wird auch die Pressensteuerung informiert und, wenn notwendig, entsprechende Maßnahmen ausgelöst.
Dabei werden die Werte jeder einzelnen Gasdruckfeder überwacht, sodass sofort sichtbar wird, um welche Gasdruckfeder es sich handelt und wo sie zu lokalisieren ist. Praktisch lassen sich alle eingesetzten Gasdruckfedern eines oder auch mehrerer Werkzeuge unter einer Oberfläche verwalten.
Jeder Sensor im Umformwerkzeug erhält eigene Adresse
Dazu wird jedem Sensor von Fibro bereits eine Seriennummer beziehungsweise Adresse zugeteilt, die in der speziellen Software fest gespeichert ist. Wird beispielsweise ein neuer Sensor einem Werkzeug zugefügt, dann wird der automatisch vom System erkannt und in die Überwachung einbezogen.
Die Sensoren selbst haben mit einem Durchmesser von etwa 50 mm und einer Bauhöhe von 30 mm nur geringe Abmessungen und gelten deswegen als äußerst raumsparend.
Spezielle Batterien halten Sensoren im Umformwerkzeug über Jahre am Leben
Betrieben werden sie mit speziellen und energiestarken Batterien, die eigens dafür entwickelt wurden. Die Haltbarkeit soll laut Reinmuth im Dauerbetrieb mehrere Jahre betragen. Diese relativ lange Lebens- und Funktionsdauer wird durch einen speziellen Schlafmodus unterstützt, der die Batteriekapazität schont.
„Mittlerweile“, so Reinmuth, „haben wir die Sensoren serienreif entwickelt. Bei Ford wurden bereits die Prototypen gegen die Serienteile ausgetauscht.“ Da die Investitionskosten für das WPM-System im Vergleich zu den Werkzeugkosten oder einem Pressenstillstand relativ gering sind, gehen die Werkzeugbauer und Fibro-Spezialisten davon aus, dass in absehbarer Zeit die überwiegende Anzahl von Werkzeugen bei Ford und auch bei anderen Automobilherstellern und Zulieferern damit ausgerüstet werden.
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