Post-Merger-Management

Wenn zwei Unternehmen fusionieren

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Ausreichend informieren und kommunizieren

Eine Emnid-Umfrage kommt zum Ergebnis, dass der Erfolg von Fusionen oft aus folgenden Gründen bedroht ist:

  • 1. Die Mitarbeiter werden zu spät integriert (bei 87%t der Fusionen). Und:
  • 2. Die Mitarbeiter werden fehlerhaft und ungenügend informiert (81%).

Viele Manager sind überzeugt: Wir sollten die Mitarbeiter erst informieren, wenn alles „in trockenen Tüchern“ ist und ein für allemal feststeht – sonst erzeugen wir Unsicherheit. Fusionsprozesse lassen sich aber nicht im Voraus im Detail planen. Viele Entscheidungen haben einen vorläufigen Charakter – auch weil nicht alle Einflussfaktoren und Wechselwirkungen präzis erfasst werden können.

Zudem betritt das Unternehmen oft Neuland. Es hat also noch keine oder wenig praktische Erfahrung mit Fusionen. Deshalb führt die Angst davor, falsch oder unvollständig zu informieren, oft dazu, dass die Betroffenen fast keine offizielle Information erhalten.

Dieses Informationsvakuum nährt Gerüchte und Halbwahrheiten, die wiederum Ängste schüren. Deshalb sollte im Vorfeld jeder Fusion ein Kommunikationskonzept erstellt werden – mit folgenden Zielen:

  • 1. Verständnis für die Notwendigkeit der Fusion schaffen,
  • 2. Vertrauen für die damit verbundenen Entscheidungen aufbauen,
  • 3. Akzeptanz bei den Mitarbeitern erzeugen,
  • 4. Motivation für die einzelnen Schritte erzeugen und
  • 5. die Basis für die Identifikation mit dem neuen Unternehmen schaffen

Kulturelle Unterschiede analysieren

Jedes Unternehmen hat seine eigene Geschichte und Kultur. Fusionieren zwei Unternehmen, entbrennt meist eine Kampf um das neue Leitbild. Diesen gewinnt, sofern dieser Prozess nicht gesteuert wird, in der Regel das übernehmende Unternehmen, selbst wenn offiziell eine „Hochzeit unter gleichen“ verkündet wird. Der „Übernehmer“ dominiert also das übernommene Unternehmen.

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