Turntec 2006 Werkstoff 1.4362 als Alternative zum Werkstoff 1.4404
Seit 2002 sind die Legierungszuschläge für rostfreien Stahl um bis zu 1400% gestiegen. Das hat die Kosten vieler Stahlbearbeiter nach oben getrieben, vor allem für die Werkstoffe 1.4404
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Seit 2002 sind die Legierungszuschläge für rostfreien Stahl um bis zu 1400% gestiegen. Das hat die Kosten vieler Stahlbearbeiter nach oben getrieben, vor allem für die Werkstoffe 1.4404 und 1.4571. Einen Preisvorteil von rund 800 Euro/t verspricht Stahlhersteller Ugitech all jenen, die statt des Werkstoffs 1.4404 den preisgünstigen Werkstoff 1.4362 verwenden.
Möglich macht diesen Preisvorteil der kleinere Anteil an Legierungselementen, wie ein Vergleich der Standardanalyse beider Werkstoffe zeigt. Während beim Werkstoff 1.4404 bei einer vergleichbaren Korrosionsbeständigkeit der Nickel- und der Molybdän-Gehalt wesentlich niedriger liegen als beim Werkstoff 1.4362, wird die Korrosionsbeständigkeit durch einen deutlich höheren Chrom-Anteil sichergestellt. Der 1.4362 lässt sich dabei den Angaben nach vergleichbar wie die Werkstoffe 1.4301 oder 1.4404 schweißen.
Der niedrige Molybdängehalt ist laut Hersteller sogar ein Vorteil, weil die Gefahr der Bildung einer unerwünschten Sigma-Phase beim Schweißen deutlich reduziert wird. Weiterhin zeichnet sich der Werkstoff 1.4362 durch eine höhere Beständigkeit gegen Warmrisse aus, heißt es. Erste Tests zeigen zudem, dass der Werkstoff bei zerspanender Bearbeitung, zumindest beim Drehen, über keine Nachteile im Vergleich zum Werkstoff 1.4404 verfügt. Mit dem deutlichen Preisvorteil, so wird betont, sind keine Einbußen für die Produktivität verbunden.
Ugine-Savoie Rostfrei GmbH, Tel. (07159) 9260-0, Halle 5.1., Stand C14
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