Werkzeug- und Formenbau

Werkstücke magnetisch spannen und HPC-Fräsen

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Hohe Oberflächengüten beim Schlichten

„Beim Schlichten einer Form mit unterschiedlichen Kugelfräsern gibt es drei entscheidende Faktoren, um die erforderliche Oberflächenqualität zu erreichen. Die Präzision des Werkzeugs, eine leistungsstarke CAM-Software für eine präzise Bearbeitung sowie die Genauigkeit des Spannmittels. Wir fertigen die Radien der Fräser mit einer maximalen Formabweichung von ± 0,005 Millimeter“, erzählt Jenter. Wie wichtig diese Präzision ist, zeigt sich beim Ansetzen unterschiedlicher Fräser an einer zu schlichtenden Form. Programmiert hat Bangert die Form mit einem 6 und einem 4 Millimeter-Kugelfräser: „Vor der Programmierung von Freiformen prüfen wir immer zuerst die Anforderungen an das Bauteil. Dazu zählen vor allem die geforderten Oberflächengüten, die Formtoleranzen und die Übergänge beim Schlichten.“ Darüber hinaus spielt auch die Maschinenkinematik, das Zusammenspiel zwischen Spannmittel, Werkzeugen und die Maschinensteuerung eine entscheidende Rolle.

Für die Hochpräzisionsbearbeitung enthält die CAM-Software Hyper Mill bereits in der Standardversion zahlreiche Strategien. Für eine Qualitätssteigerung bei der Oberflächengüte sorgt beispielsweise die Option „Hochgenauer Flächenmodus“. Diese kam auch bei der Bearbeitung der Form zur Anwendung. Dazu führt Bangert aus: „Die Berechnung der Werkzeugbahnen findet auf den realen CAD-Bauteilflächen und nicht auf einem Berechnungsmodell statt. Dadurch lassen sich Toleranzen im µm-Bereich einhalten. Darüber hinaus verwendete ich die Funktion „Sanftes Überlappen“, um die Übergänge zwischen unterschiedlichen Flächen, auch wenn diese mit einem anderen Werkzeug oder einer anderen Zustellung bearbeitet wurde, zu verschleifen. So lassen sich effizient übergangsfreie Oberflächen realisieren “. Darüber hinaus setzte Clemens Bangert die Funktion 5-Achs-Radialmachining ein: „Mit dieser Strategie sind bestmögliche Oberflächenqualitäten zu erreichen. Durch eine radiale Projektionsmethode lassen sich Werkzeugbahnen beispielsweise für Flaschenformen sehr viel schneller berechnen. Außerdem ist der Anwender in der Lage, flexibel auf die vorhandenen Bauteilgegebenheiten einzugehen“.

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* Nico Sauermann ist Redakteur und Fotograf der Paul Horn GmbH

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