CFK-Zerspanung Werkzeuge im Visier
Bei der Entwicklung von Werkzeugen für die CFK-Zerspanung verfolgt Gühring einen ganzheitlichen Ansatz zur Optimierung des Systems Hartmetall–Geometrie–Oberfläche. Der Grund liegt in der Komplexität der Materialien.
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„Das Bohren von CFK zählt zu den Königsdisziplinen in der Zerspanung“, sagt Dr. Stefan Sattel, Leiter F&E bei der Gühring OHG, Albstadt. Gerade bei der Bearbeitung von Stacks ist das der Fall: von CFK-Metall-Schichtverbunden. Dabei bildet die Spanabfuhr eine besondere Herausforderung. Ist der Spantransport unzureichend, kommt es zu „Auswaschungen“ bei CFK: Die Carbonfasern lösen sich beim Ein- und Austritt des Bohrers aus der Matrix. Es entsteht Delamination. Zudem hat eine zu hohe Wärmeeinwirkung auf das Material eine thermische Oberflächenschädigung zur Folge.
Ganzheitlicher Optimierungsansatz für Hochleistungswerkzeuge
Auf der Fachtagung Carbon Composites 2012 erläutert Sattel den ganzheitlichen Optimierungsansatz von Gühring für Hochleistungswerkzeuge. Am Anfang steht eine aufwendige Prozessanalyse, um die spezifischen Anforderungen festzulegen. So zieht man das Rasterelektronenmikroskop (REM und EDX) heran und erstellt thermografische Aufnahmen.
Die nachfolgenden Maßnahmen zur Schadensvermeidung gehen weit über die gängigen Verbesserungen hinaus. Optimierungsbasis bilden Hartmetall- und PKD-Werkzeuge sowie der Faktor Kühlung. Eine Vorschubreduzierungseinheit von Gühring führt laut Sattel zu enormen Verbesserungen. Die Fachtagung, die der Carbon Composites e. V. und das Industriemagazin MM Maschinenmarkt mit MM Composites World organisiert, findet am 22. November in Augsburg statt.
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