Dr. Boy

Werkzeugeinsätze fürs Spritzgießen aus dem 3D-Drucker

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Gedruckte Werkzeugeinsätze brauchen gute Vorbereitung

Der schichtweise Druck der Formeinsätze aus Kunststoff oder Metall unterscheidet sich laut Boy in puncto Vorbereitung und Planung deutlich von den üblichen Methoden. Bei den Metallformeinsätzen müssten bereits im Vorfeld eine Vielzahl von Randbedingungen zusätzlich berücksichtigt werden. So müssten bei komplexen und stark 3D-dimensionalen Teilen Temperierkanäle und deren Anschlüsse bereits bei der Planung der Formeinsätze vorgesehen werden. Ebenso muss bei den aus Metall gedruckten Werkzeugen die Trennebene noch bearbeitet werden, denn die Struktur der Formteiloberfläche ergibt sich aus dem Druckvorgang, wie Boy betont. Um eine definierte respektive gewünschte Oberfläche zu erreichen, ist dieser zusätzliche Bearbeitungsschritt unumgänglich.

Konstrukteuere sollten sich in beiden Welten auskennen

Ist der technologische und monetäre Aufwand der 3D-gedruckten Formeinsätze für kleine Stückzahlen überschaubar und wesentlich effizienter umzusetzen als bei herkömmlichen Stahlwerkzeugen, trifft dies bei Metallformeinsätzen je nach deren Aufbau und Komplexität nicht immer voll und ganz zu, wie Boy zu bedenken gibt. Bereits bei der Auslegung der Werkzeuge beziehungsweise der Metallformeinsätze sollte die Weiche der Entscheidung zu einem Metallformeinsatz oder vielleicht doch zu einem herkömmlichen Aluminium- oder Stahlwerkzeug gestellt werden. Dem Konstrukteur sollten aus diesem Grund die Potenziale der 3D-Technologie geläufig sein, um anhand der zusätzlichen Möglichkeiten den besten Weg zu einem guten und günstigen Werkzeug einzuschlagen.

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