MAG Boehringer Werkzeugmaschinenbauer erhält Großauftrag aus Russland
115 – diese Zahl hat für MAG Boehringer bei der diesjährigen Metalloobrabotka, einer der wichtigsten Maschinenbaumessen Russlands in Moskau, eine doppelte Bedeutung: 1893 lieferte der Göppinger Maschinenbauer exakt 115 Drehmaschinen an die russische Staatsbahn in Moskau. Jetzt genau 115 Jahre später, kann man sich bei Boehringer in Göppingen wieder über einen Großauftrag aus Russland freuen.
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Vertrauen ist die Basis für gute und lange Geschäftsbeziehungen. Diese Erfahrung macht MAG Boehringer immer wieder. Jüngst wurde die Geschichte um die Handelspartnerschaften mit Unternehmen aus dem Zarenreich und der späteren UdSSR um ein Kapitel reicher. Ein bedeutender Triebwerkhersteller aus Russland erteilte MAG Boehringer einen großen Auftrag.
Dabei handelt es sich um acht Triebwerksteile aus Titan. Nicht nur ein anspruchsvolles Material, sondern auch - durch die geringen Toleranzen - eine Herausforderung an den Prozess. Bearbeitet wurden die Bauteile auf Maschinen der NG-Baureihe von MAG-Boehringer. Die Anforderungen an die Genauigkeit waren hoch, das heißt die Form- und Lagertoleranzen lagen bei lediglich 15 µm.
Hinzu kam, dass die Teile während der Bearbeitung bis zu vier Mal umgespannt werden mussten. Die Abstimmung der einzelnen Spannungen war so exakt, dass von Anfang an jegliche Fehler vermieden werden konnten, der Prozess technologisch so koordiniert, dass mit möglichst geringem Aufwand das Bearbeitungszentrum schnell und einfach umgerüstet werden konnte. Die Folge: Die Nebenzeiten reduzierten sich erheblich.
Eine wichtige Funktion bei der Bearbeitung übernahm dabei das Spannmittel. Es sorgte für einen stabilen Halt und eine sichere Befestigung der zu bearbeitenden Teile. Mit geringer Radialkraft wurde das Werkstück zentriert und die Mitnahmekraft über die Planspannung realisiert. Dadurch konnte das Teil fest gespannt werden, ohne das Material zu deformieren oder zu beschädigen.
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