Das Ausland hilft Werkzeugmaschinenhersteller Hermle büßt Aufträge ein

Quelle: dpa 3 min Lesedauer

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Die Geschäfte der Maschinenfabrik Berthold Hermle aus Gosheim waren 2024 von der verhaltenen Konjunktur negativ beeinflusst – doch das war zu erwarten ...

Wie viele deutsche Maschinenbauer muss auch die Berthold Hermle AG über Auftragsrückgänge berichten. Hier gewähren die Gosheimer vorläufige Einblicke in den Verlauf des Jahres 2024. Für die Zukunft hofft man zwar auf Besserung, doch die Lage bleibt eher wackelig ...(Bild:  Hermle)
Wie viele deutsche Maschinenbauer muss auch die Berthold Hermle AG über Auftragsrückgänge berichten. Hier gewähren die Gosheimer vorläufige Einblicke in den Verlauf des Jahres 2024. Für die Zukunft hofft man zwar auf Besserung, doch die Lage bleibt eher wackelig ...
(Bild: Hermle)

Der Auftragseingang des schwäbischen Werkzeugmaschinen- und Automationsspezialisten Hermle nahm nach vorläufigen Berechnungen konzernweit um rund acht Prozent auf circa 457 Millionen Euro ab (Im Vorjahr 495 Millionen). Die Nachfrage aus dem Ausland war dabei immerhin erheblich stabiler als jene in Deutschland, heißt es weiter. Damit entwickelten sich die Gosheimer aber dennoch deutlich besser als der Branchendurchschnitt. Das Unternehmen hält deshalb vor allem eine erfolgreiche Position in den Bereichen Automation und Komplettbearbeitung, sowie bei der Internationalisierung. Ende 2024 verfügte der Konzern über einen Auftragsbestand im Wert von rund 99 Millionen Euro (im Jahr davor 131 Millionen).

Hermle-Servicegeschäft verbessert die Lage

Der Hermle-Umsatz belaufe sich auf etwa 488 Millionen (vorläufige, ungeprüfte Angabe). Im Vorjahr waren es 532 Millionen. Auch bei diesem Aspekt halfen vor allem die Auslandsgeschäfte. Vor allem in einigen außereuropäischen Märkten konnte man Zuwächse erzielen, wie Hermle sagt. Für Stabilisierung sorgte demnach auch das Servicegeschäft, das durch den zunehmenden Anteil von bei Kunden installierten Automationssystemen mehr wurde. Das vorläufige, also ungeprüfte Betriebsergebnis (Ebit) kommt auf rund 86 Millionen Euro wie prognostiziert deutlich unter dem deutlich besseren Vorjahresniveau von rund 116 Millionen. Zu den Bremseffekten gehörten die geringere Kapazitätsauslastung und lästig regulatorische Aufwendungen, der wachsende Wettbewerbsdruck sowie zunehmende Personalkosten durch eine vergrößerte Belegschaft. Aber auch Tariflohnsteigerungen und ein anhaltend hoher Krankenstand führten zu Belastungen.

Hermle-Dividenden werden deutlich geringer

Auf dieser Basis hat der Vorstand dem Aufsichtsrat deshalb empfohlen, der Hauptversammlung, die am 2. Juli stattfindet, für das Geschäftsjahr 2024 eine Dividende von 10 Euro je Stamm- und 10,05 Euro je Vorzugsaktie vorzuschlagen (Vorjahr 15 respektive 15,05 Euro). Die Ausschüttung setze sich aus einer unveränderten Basisdividende von 0,80 Euro je Stamm- und 0,85 Euro je Vorzugsaktie sowie einem reduzierten Bonus von jeweils 9,20 Euro pro Aktie zusammen (Vorjahr 14,20 Euro). Im Anschluss an die Dividendenzahlung sollen die Hermle-Beschäftigten im Inland wieder eine an der Ausschüttung orientierte Prämie erhalten, wie man erfährt.

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