Erkenntnisse WGP-Jahreskongress diskutiert Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft

Quelle: Pressemitteilung der WGP 4 min Lesedauer

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„Mit technologiebasierter und nachhaltiger Produktion zur Kreislaufwirtschaft“ lautete das Motto des WGP-Jahreskongresses, der vom 20. bis 23. November in Freudenstadt stattfand.

Fokus Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft auf dem WGP-Jahreskongress 2023! Hier bei der Podiumsdiskussion bei Fischer. Referenten von links: Prof. Dr. Erich Zahn, Prof. Dr. Alexander Sauer, Andreas Voll (Vorsitzender der Geschäftsführung), Dr. Kurt Schmalz. (Bild:  Fotoatelier Ebinger)
Fokus Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft auf dem WGP-Jahreskongress 2023! Hier bei der Podiumsdiskussion bei Fischer. Referenten von links: Prof. Dr. Erich Zahn, Prof. Dr. Alexander Sauer, Andreas Voll (Vorsitzender der Geschäftsführung), Dr. Kurt Schmalz.
(Bild: Fotoatelier Ebinger)

In Freudenstadt präsentierten vom 20. bis 23. November Forscher und Unternehmensvertreter neueste Ideen und produktionstechnische Ansätze, um aktuelle Herausforderungen wie Klimawandel und Ressourcenknappheit zu meistern. Sie deckten, wie es weiter an, eine breite Spanne an Themen ab, die sich von Energie- und Materialeffizienz über resiliente Wertschöpfungssysteme und neuesten Aspekte der Kreislaufwirtschaft bis hin zu Digitalisierung als Lösungsansatz erstreckten. „Nachhaltig werden wir nur technologiebasiert erreichen können. Der diesjährige WGP-Kongress (WGP = Wissenschaftliche Gesellschaft für Produktionstechnik e. V.) hat den hierfür notwendigen Innovationsraum sehr präzise umrissen und wissenschaftlich erarbeitet sowie eine Vielzahl anwendungsnaher Möglichkeiten präsentiert“, resümierte WGP-Professor Thomas Bauernhansl vom Institut für Industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb (IFF) der Universität Stuttgart.

Schmalz präsentierte Nachhaltigkeitsprojekte

In der Eröffnungskeynote erläuterte Dr. Kurt Schmalz, geschäftsführender Gesellschafter der J. Schmalz GmbH aus Glatten, dass die marktführende mittelständische Unternehmensgruppe bestehende Produkte und Verfahren kontinuierlich weiterentwickelt und neueste Technologien schnell adaptiert. Das wiederum ermöglicht es dem Unternehmen, eine globale Vorreiterrolle im Bereich wettbewerbsfähiger und umweltneutraler Produktion einzunehmen. Treiber der erfolgreichen Produktinnovationen ist die Tatsache, dass gelebte Nachhaltigkeitsansätze bereits seit Jahrzehnten eine zentrale Säule der Unternehmenskultur darstellen. Schmalz präsentierte außerdem aktuelle Forschungsprojekte, an dem sein Unternehmen beteiligt ist, wie das Projekt „ReduCO2“ als Teilprojekt von „H2BlackForest“, in dem die Nutzung von Wasserstofftechnik in der Region Nordschwarzwald erforscht und weiterentwickelt werden.

Fischerwerke plädieren für schlanke Produktion

Dass Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft nicht nur für das gesunde Fortbestehen auf diesem Planeten notwendig, sondern auch eine unternehmerische Pflicht sind, um sich zukunftsfähig aufzustellen, zeigte Maximilian Bronner, Geschäftsführer Produktion und Technik Fischerwerke GmbH. „Unter dem Druck steigender Kosten sowie dem Mangel an qualifizierten Mitarbeitern ermöglicht eine effizientere Produktion mit schlanken Prinzipien die Aufrechterhaltung des Standorts Deutschland“, mahnte er. Bei Fischer werden aus diesem Grund Lean-Prinzipien im Fischer Prozesssystem beschrieben (FPS) und bei Prozessverbesserungen nachhaltig integriert. Die Varianz der Endprodukte wurde zudem um mehr als 70 Prozent reduziert, was sich positiv auf Bereiche wie Flächenproduktivität, Energieeffizienz und Produktionskosten auswirkt. Gleichzeitig trieb fischer die Digitalisierung der Produktion voran, wodurch Steuerungsprozesse und Fertigung transparenter wurden. „Die Transparenz schafft die Grundlage für eine fortschreitende Entwicklung im Sinne des Lean-Gedankens über die bekannten Grenzen hinaus“, so Bronner.

Nachhaltige Innovationen aus der Kautschukextrusion

Der WGP-Jahreskongress gibt traditionell auch Nachwuchswissenschaftlern die Möglichkeit, ihre Forschungsergebnisse der Öffentlichkeit zu präsentieren. In diesem Jahr wurden insgesamt 74 davon ausgewählt, die als besonders vielversprechend angesehen werden. So berichtete Marco Lukas vom Institut für Transport- und Automatisierungstechnik (ITA) der Leibniz Universität Hannover, wie mithilfe von Data Mining die Temperatursteuerung des Kautschukextrusion hinsichtlich Effizienz und Nachhaltigkeit optimiert werden kann. Für die Produktion insgesamt bedeutet das sowohl weniger Abschuss durch präzise Steuerung sowie weniger erste Testzyklen von neuen Produkten und geringerer Personalbedarf dafür. Die Methode findet unter anderem Anwendung in Kautschukextrusionsprozessen und beim Kautschukmischen, kann aber auch auf weiterführende Prozesse übertragen werden. Zum jetzigen Zeitpunkt wurde das Steuerungssystem erfolgreich auf einer Forschungsextrusionsanlage implementiert und validiert. Sobald die Prozesse der jeweiligen Unternehmen über entsprechende Sensorik/Trainingsdaten verfügen, kann das Konzept mithilfe von Generalisierungstechniken übertragen beziehungsweise implementiert werden.

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