Macht`s sicher! Hydraulikpressen von Wickert für Rüstung und Security

Quelle: F. Stephan Auch Wickert Maschinenbau 3 min Lesedauer

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Wickert Maschinenbau sieht sich etwa für die Fertigung von sicherheitsrelevanten Komponenten für die Verteidigungsindustrie gut aufgestellt. Erfahren Sie hier, warum diese Meinung gilt ...

Blick auf eine Wickert-Hydraulikpresse, die dafür geeignet ist, sicherheitsrelevante Komponenten aus diversen Composite-Materialien herzustellen. Das Spektrum reicht vom Personenschutz bis hin zur Panzerung von Rüstungssystemen aller Art.(Bild:  Wickert Maschinenbau)
Blick auf eine Wickert-Hydraulikpresse, die dafür geeignet ist, sicherheitsrelevante Komponenten aus diversen Composite-Materialien herzustellen. Das Spektrum reicht vom Personenschutz bis hin zur Panzerung von Rüstungssystemen aller Art.
(Bild: Wickert Maschinenbau)

Das Pfälzer Familienunternehmen Wickert Maschinenbau entwickelt und fertigt mit seinen rund 200 Mitarbeitern seit vielen Jahren für Rüstungsbranche produktionstechnische Gesamtsysteme. Diese bestehen etwa aus hydraulischen Composite-Pressen mit automatisierter Be- und Entladung nebst effizienter Temperierung. Wickert genießen nach eigenem Bekunden seit vielen Jahren das Vertrauen von Rüstungsunternehmen, die auf diesen hochpräzisen Pressensystemen komplexe sicherheitsrelevante Bauteile fertigen. Die Einsatzfelder der Wickert-Pressen seien im Rüstungs- und Security-Metier vielfältig.

Wickert-Pressen sind für diverse Composites nutzbar

Denn die Wickert-Anlagen sind zum Beispiel für die Verarbeitung zahlreicher duroplastischer (auch duromerer genannt) und thermoplastischer Kunststoffe einsetzbar. Dazu gehören bekanntlich faserverstärkte Composites, die im Rüstungssektor oft mit Aramidfasern verstärkt sind. Als Matrix dienen etwa Hochleistungsthermoplaste, wie PEEK (Polyetheretherketon), PTFE (Polytetraflourethylen = Teflon) und UHMWPE (Ultra high molecular weight Polyethylene zu Deutsch: Ultrahochmolekulares PE). Oft werden die Kunststoffe zusammen mit Glas-, Carbon, Keramik- und Metallfasern aus Aluminiumoxid, Siliziumkarbid, Borkarbid, Aluminium verwendet sowie mit Panzerstahl. In den Composite-Pressen werden die aus diesem Materialmix bestehenden Halbzeuge erwärmt, wodurch sie verformbar werden und zu sicherheitstechnischen Faserverbundplatten verpresst werden können.

Wichtige Pressenparameter sind individualisierbar

Anwender fertigen auf den Pressensystemen von Wickert unter anderem Panzerungen zum Schutz von zivilen und militärischen Fahrzeugen, für Schiffe und Fluggeräte, um sie vor Beschussschäden zu bewahren. Die Anlagen eigneten sich aber auch gleichermaßen für die Herstellung von ballistischen Schutzplatten zum Personenschutz. Man denke beispielsweise an Helme und Schilde. Alle Wickert-Pressensysteme werden übrigens in Deutschland kundenspezifisch gefertigt. Und sämtliche hydraulischen Composite-Pressen entwickelt und fertigt Wickert nach den jeweiligen Anforderungen am Unternehmenssitz in Landau selbst. Die Maschinen sind modular aufgebaut und werden hinsichtlich Presskraft, Temperierkonzept und Automatisierung entsprechend angepasst. Sie werden dabei auch exakt mit Blick auf die gewünschten Werkzeuge hin konzipiert oder – bei entsprechenden Geheimhaltungsvorgaben – so vorbereitet, dass der Anwender sie selber anpassen kann.

Features verkürzen die Zykluszeiten pro Bauteil

Zur Auslegung der Pressen kann Wickert viele Optionen anbieten. Verarbeitungstemperaturen bis 500 °C sind ebenso möglich wie frei wählbare Presskräfte bis über 100.000 Kilonewton, die von den Anlagen in wenigen Sekunden erreicht werden, wie man betont. Auch lassen sich bei Bedarf Aufheizraten von 55 °C pro Minute und Abkühlgeschwindigkeiten von bis zu 100 °C pro Minute erreichen. Alle Anlagen zeichnen sich durch eine große Temperaturhomogenität mit einer Abweichung von weniger als fünf Grad über die gesamte Pressfläche aus. Die Abmessungen der Pressen und ihrer Präzisionsheizplatten können ebenfalls frei gewählt werden. Zu den herausragenden Eigenschaften zählten die Präzision der Anlagen mit Planparallelitäten unter 0,1 Millimetern bei einem maximalen Seitenversatz von 0,02 Millimetern. Durch ein smartes Design sowie die schnelle Druck- und Temperaturregelung kann der Energiebedarf gesenkt und der Produktionszyklus verkürzt werden. Das steigert nicht nur die Stückzahl pro Stunde sondern macht Hersteller auch flexibler in der Auftragsabwicklung, wie Wickert erklärt.

Wickert-Pressen können auch Smart Factory

Auf Wunsch umfassen die Pressensysteme Automatisierungssysteme, einschließlich das Rohmaterialhandling betreffend, die Pressenbedienung sowie die Entnahme und Nachbearbeitung. Die Planung übernimmt eine eigene Entwicklungsabteilung, die individuelle Konzepte für Automation und Sonderlösungen konzipiert. Dadurch lassen sich Anlagen mit einer durchgängig automatisierten Produktion entwickeln. Außerdem könnten Pressen und Peripheriekomponenten mit weiteren Anlagenteilnehmern und übergeordneten Prozessleitsystemen im Sinne einer Smart Factory vernetzt werden. Wickert übernimmt, wenn das gewünscht wird, als Generalunternehmer die gesamte Projektabwicklung von der Planung bis zur Inbetriebnahme. Der weltweite Service umfasst Fernwartung in Echtzeit und Vor-Ort-Support.

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