Flexibles Fertigungssystem
Wie ein Schweizer Präzisionsfertiger seine Rüstzeiten bis zu 85 Prozent reduziert

Ein Gastbeitrag von Martinus Menne 5 min Lesedauer

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Ein Lohnfertiger von Hochpräzisionsteilen entschied sich für ein flexibles Fertigungssystem von Fastems zur Automatisierung von zwei Fräszentren. Warum das Unternehmen trotz hohem Zeitdruck die Potenziale des Systems voll ausschöpfen wollte und dafür mit einer Reihe an positiven Ergebnissen belohnt wurde, zeigt dieser Erfahrungsbericht.

Das flexible Fertigungssystem von Fastems ist seit Februar 2023 bei der Högg AG Produktionstechnik in Betrieb.(Bild:  HÖGG AG)
Das flexible Fertigungssystem von Fastems ist seit Februar 2023 bei der Högg AG Produktionstechnik in Betrieb.
(Bild: HÖGG AG)

Die Högg AG Produktionstechnik mit Sitz in Wattwil (Schweiz) ist ein Spezialist in der zerspanenden Fertigung mit Kernkompetenzen im Drehen, Fräsen, Schleifen und Profilfräsen. Das Unternehmen ist der Kern der Högg Holding AG und hat sich als Lohnfertiger auf die Fertigung von Hochpräzisionsteilen für verschiedenste Branchen konzentriert. „Mit rund 80 Maschinen und 105 Mitarbeitern, davon allein rund 85 in der Fertigung, sind wir ein idealer Partner für alle Kunden, die einen Lohnfertiger mit hoher Fertigungstiefe und einem breiten Bearbeitungsspektrum suchen“, sagt Stefan Kaufmann, Co-Geschäftsführer und Fertigungsleiter der Högg AG Produktionstechnik.

Mit Automatisierung gegen den Fachkräftemangel

Wie fast alle Lohnfertiger in der Schweiz hat das Unternehmen mit dem Fachkräftemangel zu kämpfen. „Das ist eine echte Herausforderung, denn wir finden nur sehr schwer qualifizierte Mitarbeiter, die auch bereit sind, im Schichtbetrieb zu arbeiten. Die Situation hat sich in den letzten fünf Jahren noch verschärft. Wenn das Teilespektrum passt, kann Automatisierung hier ein Rezept sein, damit die Arbeitszeiten für die Mitarbeiter flexibler werden. Hinzu kommen zudem Investitionen in neue, leistungsfähigere Maschinen“, meint Kaufmann.