Misumi Europe Wie ständige Sonderkonstruktionen effizient zu managen sind

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Wer Anlagen in kleinen Stückzahlen konstruiert, ist auf eine rationelle Beschaffung mechanischer Maschinenelemente angewiesen. Grund dafür ist die benötigte Teilevielfalt, die aufwendige Recherchen und Prüfungen notwendig macht. Ein zentrales C-Teile-Management schafft Abhilfe.

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Wer Unikate wie diese kundenspezifische Anlage zur Pipetteninspektion konstruiert und baut, benötigt nicht nur viele, sondern auch sehr unterschiedliche mechanische Konstruktionselemente. (Bild: Hekuma)
Wer Unikate wie diese kundenspezifische Anlage zur Pipetteninspektion konstruiert und baut, benötigt nicht nur viele, sondern auch sehr unterschiedliche mechanische Konstruktionselemente. (Bild: Hekuma)

In komplexen Maschinen und Anlagen werden mechanische Komponenten häufig als relativ simple Bauteile angesehen. Dennoch bergen sie einige Tücken, die im Tagesgeschäft von Maschinenbauern die Effizienz erheblich beeinträchtigen. Dass dies nicht zwangsläufig der Fall sein muss, zeigen die Entwicklung und der Bau von kundenspezifischen, automatisierten Mess- und Prüfsystemen.

Konstrukteure kämpfen mit Angebotsvielfalt

Grundsätzlich sehen sich Konstrukteure ständig mit demselben Problem konfrontiert: Um die technische Funktion einer Maschine oder Anlage optimal zu gewährleisten, sind vorab umfangreiche Überlegungen, Berechnungen und unter Umständen auch Versuchsreihen erforderlich. Dabei stehen die Techniker und Entwicklungsingenieure in der Regel unter erheblichem Zeitdruck und dürfen zudem die Wirtschaftlichkeit ihrer Lösung nicht aus den Augen verlieren.

Beispielsweise ist im Gegensatz zu den Energieführungssystemen die Anzahl der benötigten mechanischen Konstruktionselemente in einer Maschine schier unüberschaubar (Bild 1). Gerade dieses hohe Bauteilvolumen bedeutet in der Summe viel Arbeitsaufwand und hohe Kosten. Komponenten- und Anbietersuche, Zeichnungen erstellen, Anfragen zu Preisen und Lieferzeiten, Angebote einholen und vergleichen, schließlich ordern und auf die Lieferung warten; und nach deren Erhalt folgen Wareneingangs- und Rechnungsprüfung, Bestands- und Kostenbuchungen – bis ein Bauteil letztendlich zur Montage bereitsteht, ist es meist ein langer Weg. Die einzelnen Schritte hat der Lieferant Misumi aus Anwendersicht analysiert. Herausgekommen ist ein Geschäftsmodell – ohne Stolpersteine.

Kundenspezifische Geräteauslegung treibt Vielfalt der Teile in die Höhe

Die Basis dafür bilden mehr als 1 Mio. mechanische Norm-, Kauf- und Zeichnungsteile – von A wie Aluminiumprofil bis Z wie Zylinderstifte. Bei der Entwicklung und dem Bau automatisierter Mess- und Prüfsysteme ist das ein großer Vorteil. Die Ziemann & Urban GmbH in Moosinning bei München fertigt solche Qualitätssicherungssysteme hauptsächlich für die Automobil-, Medizin- und Halbleiterindustrie – zur Prüfung der Maßhaltigkeit, für Funktionstests, Einstellarbeiten und Montagekontrollen, einschließlich Messwertvisualisierung und systemübergreifender Datenbankanbindung.

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