Klimaneutral Wie Umweltschutz wirtschaftlich wird
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Klimaschutz hilft längst nicht nur dem Gewissen. Drücken Unternehmen mit Maßnahmen das Klimagas CO2, stärkt sie das vor allem im Markt – und je nach Stellhebel füllt es auch die Kasse.
Der weltgrößte Automobilzulieferer Bosch hat es 2020 geschafft: Alle der gut 400 Standorte arbeiten seitdem CO2-neutral. Nun greift das Unternehmen seine sogenannten Scope-3-Emissionen an. Der Begriff meint die indirekten Emissionen, die in der Wertschöpfungskette von Bosch entstehen, also beispielsweise bei Dienstleistern, Zulieferern oder durch Geschäftsreisen. Der Technologiekonzern geht allerdings noch einen Schritt weiter und hat aus Klimaschutz ein Geschäftsmodell entwickelt: Bosch Climate Solutions heißt die Einheit, die andere Industrieunternehmen seit Kurzem dabei begleitet, selbst klimaneutral zu werden.
Investoren prüfen Kreditnehmer strenger
Die Zeiten, in denen man Klimaschutz als nettes Marketinginstrument nutzen konnte, sind vorbei. Umweltschweinereien werden zum finanziellen Risiko. Vergabeentscheidungen beziehen Klimaschutz ein, wenn es darum geht, welcher Lieferant den Zuschlag bekommt. Neben Kunden schauen auch Investoren und Kreditgeber genau auf die Klimabilanz. Auch sie haben sich dazu verpflichtet, zu mehr Klimaschutz beizutragen. „Zu beobachten ist, dass sich Investoren zunehmend organisieren, um Klimabemühungen ihrer Beteiligungen beziehungsweise Kreditnehmer zu prüfen und einzufordern“, sagt Karl Strempel von der Unternehmensberatung Bain.
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