Werkzeuge

Winkelkopf vereinfacht Herstellen von Ausgleichsbohrungen

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Neben einer sehr schlanken und langen Bauform standen Mindestanforderungen bezüglich der Schnittkräfte und der auftretenden Kippmomente sowie eine Gewichtseinschränkung aufgrund der maximal möglichen Wechselgewichte der Maschine im Pflichtenheft.

Kegelrollenlagerungen sorgen für eine stabile Auslegung

Die äußere Bauform, beziehungsweise die Abmessungen für Winkelkopf und Fräswerkzeug, wird durch eine Eintauchtiefe von 221 mm mit einer Breite von 70 mm vorgegeben. Die hohen Schnittkräfte der im Durchmesser 31 mm messenden Bohrungen entstehen aus der Grauguss- (GG60) und Aluminium-, also einer Mischzerspanung, die letztlich mit einem über die Mitte schneidenden Fräswerkzeug erfolgt. Dies erfordert eine sehr stabile Auslegung, die unter anderem mit steifen Kegelrollenlagerungen erreicht wird.

Die Bearbeitungskräfte werden spindelseitig von einer HSK63-Aufnahme und einer zusätzlichen 3-Punkt-Abstützung aufgenommen. Konstruktiv begrenzend musste ein maximales Werkzeugwechselgewicht von 8 kg berücksichtigt werden, weil sonst der Wechselkopf nicht über das Werkzeugmagazin der Maschine automatisch einwechselbar wäre.

Die nachgelagerte Schraubstation konnte eingespart werden

Der Einsatz der Romai-Winkelköpfe in der Serienfertigung im BMW-Werk Steyr hat sich bewährt. Die Bearbeitungszeit konnte im Vergleich zur herkömmlichen Bearbeitungsweise auf einen Bruchteil reduziert werden. Hinzu kommt, dass man sich die nachgelagerte Schraubstation und letztlich auch die Kosten für die Verschlussschrauben spart. In intensiver Zusammenarbeit hat Romai die notwendigen technischen Spezifikationen für die Serienfertigung sichergestellt.

* Dipl.-Ing. Mathias Maier ist geschäftsführender Gesellschafter der Romai Robert Maier GmbH in 71665 Vaihingen/Enz-Horrheim.

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