Schutz in der Maschine Wirksame Schutzabdeckungen für Werkzeugmaschinen

Redakteur: Peter Königsreuther

Die EMO 2013 nimmt Arnold, Spezialist für flexibel integrierbare und effektiv wirkende Schutzsysteme für Werkzeugmaschinen, zum Anlass, sein optimiertes Programm den Messebesuchern zu präsentieren.

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Das Schutzsystem Elegano von Arnold kann um 20 % enger zusammengeschoben werden, als das bereits sehr schmal bauende, ältere Strapano-System.
Das Schutzsystem Elegano von Arnold kann um 20 % enger zusammengeschoben werden, als das bereits sehr schmal bauende, ältere Strapano-System.
(Bild: Arnold)

Das neue „Schlankheitskonzept“ von Arnold bietet Maschinenbauern sowie deren Kunden viele Vorteile, wie es heißt: Die zu bewegenden Massen sind kleiner und die Vorspannung auf der Abstreiflippe des Teleskopbleches wird nur bei Bedarf erzeugt. Das erhöht die prozesssicher erzielbare Beschleunigung der Achsen, verbessert das Fräsergebnis und spart Energie. Die Teleskopbleche würden gleichmäßig angepresst und bildeten zum Arbeitsraum eine geschlossene, dichte Oberfläche. Flüssigkeiten, heiße und scharfkantige Späne werden zuverlässig abgestreift, betont Arnold. Während beim älteren Produkt Strapano der modulare Aufbau und die Austauschbarkeit der Bleche im Vordergrund des Nutzens stehe, besteche das System Elegano durch die Abschirmung gegen Flüssigkeiten bei herausragend geringem Lmin(minimale Länge, wenn voll zusammengeschoben) und habe im Vergleich zu beretis sehr leichten Strapano um mehr als 20 % abgespeckt. Die verwendeten Materialien sind dauerbeständig und lassen sich problemlos wiederverwerten, wie der Aussteller beton.

Sichere Schutzabdeckung bringt Licht ins Geschehen

Als weitere Premiere präsentiert Arno Arnold die hochklappbare Schutzabdeckung Roover. Sie öffnet als Dach von Werkzeugmaschinen den Zugang zum Arbeitstisch für die barrierefreie Kranbeladung. Roover ist durchsichtig und lässt jede Menge Licht ins Dunkel des Maschinenraumes, was Anwendern neben dem ergonomischen Nutzen auf lange Sicht auch noch Kosten für Betrieb und Instandhaltung der Arbeitsraumbeleuchtung sparen kann, so Arnold. Die glasklar transparenten Elemente bestehen aus einem thermoplastischen Kunststoff, der eine hohe mechanische Festigkeit und eine sehr gute Chemikalienbeständigkeit bietet. In Verbindung mit den geführten Aluminiumschienen können so frei tragende Breiten von bis zu 6500 mm erreicht werden. Aufgrund der sehr leichtgängigen, kugelgelagerten Führung werde die bewegende Masse nicht zusätzlich durch Gleitreibung erhöht, was sich positiv auf die Genauigkeit des Prozesses auswirke. In der Bewegung falten sich die Elemente wie ein Balg zusammen. Dabei bleibt der Lmin pro Falte für alle Breiten gleich gering. An den Rändern sorgen Abstreifbürsten für die Abdichtung zwischen Dachabdeckung und Kabine und schützen zusätzlich die hinter dem Balg liegende Führung vor Verschmutzung.

Praktisches Klappdach für Werkzeugmaschinen

Auf Basis der praktischen Erfahrungen mit Edelstahl-Schutzabdeckungen und mehrerer Kundenanfragen nach einer Dachabdichtung, die den Zugang zum Arbeitstisch komplett frei gibt, etstand die neue Arnold-Schutzabdeckung namens Moover. Geschäftsführerin Simone Weinmann-Mang: „Mit unserer neuen Schutzabdeckung Moover lösen wir den augenscheinlichen Widerspruch zwischen optimaler Dachabdeckung und Kranbeladung ohne zusätzlichen Platzbedarf.“ Während des normalen Betriebs erfülle Moover zuverlässig seinen Dienst als obere Arbeitsraum-Schutzabdeckung. Für die Kranbe- und Entladung wird Moover über einen Drehmechanismus so weit nach oben geklappt, dass jede Stelle im Arbeitsraum frei zugänglich ist, so Weinmann-Mang. Der Antrieb könne entweder in die Abdeckung integriert sein, oder der Kunde könne diesen Part auch selbst übernehmen. Je nach Abdeckungsgröße sei der Öffnungszyklus nach kurzer Zeit abgeschlossen.

Jedem Bedarf das richtige Sicherheitssystem

Als Hersteller von Schutzsystemen bester Qualität lege Arno Arnold auch beim Thema Durchschlagsfestigkeit höchste Maßstäbe an: Für Fräsmaschinen erfolgen Prüfungen nach DIN EN 12417. Dabei wird ein Gewicht von 100 g und 20 mm Durchmesser, abhängig von der maximalen Drehzahl in der Maschine, definiert beschleunigt und auf das Prüfteil geschossen. Die Energie ergibt sich aus der Beschussgeschwindig-keit. Marktübliche Systeme absorbieren Energien bis cirka 150 J. Modifizierte Abdeckungen von Arnold bändigen Aufprallenergien von mehr als 400 J, betont das Unterhemen. Kombiniert mit zusätzlichen Materialien lasse sich das Rückhaltevermögen bis über 1100 J steigern wie anhand von umfangreichen Tests nach DIN EN 12417 bestätigt worde sei.

Arnold hat in umfangreichen Prüfungen nach DIN EN 12415 für eine speziell angefertigte, mehrschichtige, teils aus ballistischen Werkstoffen bestehende Konstruktion die höchste Klasse C3 bestanden, wie es weiter heißt. Die Aufprallenergie des 80 m/s schnellen Projektils von 2,5kg Gewicht beträgt dabei 8000 J: Ein konventioneller Faltenbalg erfüllt die Anforderung A1 und kann Energien bis höchstens 405 J absorbieren.

Die Arno Arnold GmbH präsentiert ihr Programm in Halle 7 auf Stand C14

MM

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