Energieeffizienz Wirtschaftlichkeit schließt den Umweltschutz mit ein

Redakteur: Frank Fladerer

Klimaschutz ist notwendig, aber nur zusammen mit den deutschen Unternehmen realisierbar, sagte Michael Bischof, Geschäftsführer der Bezirksgruppe Unterfranken der Vereinigung der Bayrischen Wirtschaft (VBW), auf einer Pressekonferenz seines Verbandes. In Würzburg waren dazu fränkische Unternehmen zusammengekommen, um über ihre Anstrengungen zum Klimaschutz zu informieren.

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Walter Ragaller, Pressesprecher von SKF, erklärte: „Unser Ziel ist es, eine positive Umweltbilanz zu erreichen.“ Wenn die Umwelt kaputt sei, könne ein Unternehmen nicht mehr arbeiten. Deshalb sei es notwendig, auch Umweltschutzmaßnahmen durchzuführen, die sich unter rein betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht lohnen.

SKF setzt auf Energieeffizienz

Bei SKF setzt man nach Ragallers Aussage auf zwei Säulen: einerseits auf umweltgerechte Produktion, andererseits auf Energieeinsparung durch die hergestellten Produkte. Ein Beispiel sei eine neue Generation von energieeffizienten Wälzlagern, die bis zu 30% weniger Energie verbrauchten. Im Logistikzentrum in Schweinfurt entsteht ferner eine Photovoltaik-Anlage, die 90% des benötigten Stroms selber produzieren wird. Sie soll bis zum Jahresende 2008 in Betrieb sein.

Dr. Arbogast Grunau, Geschäftsleitung Entwicklung der Schaeffler Gruppe Industrie, sieht Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit ebenfalls nicht als Gegensatz. „Die Grenzen von Kugellagern sind heute noch längst nicht ausgereizt“, so Grunau. Ein Beispiel dafür seien die Twin-Tandem-Lager, die als Alternative zu Kegelrollenlagern mit Kugeln als Wälzkörpern arbeiten und durch eine neue Geometrie die gleiche Tragfähigkeit erreichten.

Zu den Maßnahmen bei Schaeffler gehören eine Verbesserung der Druckluftanlage, die 17% Energie einspart, die Integration von Wärmerückgewinnungsanlagen in den Wasserkreislauf sowie die Verbesserung der Schmierstoffanlage. Außerdem setzt Schaeffer, wie auch SKF, auf gezielte Rückgewinnung von Rohstoffen. „Unsere Recyclingquote liegt bei nahezu 100%“, sagte Grunau.

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