Schwieriger Markt Wacker-Situation macht Sparmaßnahmen nötig

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Wacker Chemie ringt, wie es derzeit in der Branche überall der Fall ist, weiterhin mit einem schwachen Marktumfeld ...

Wacker Chemie hat aktuelle Zahlen vorgelegt. Wie die ganze Chemiebranche in Europa leiden auch die Bayern an den herrschenden Problemen. Vor allem der maue Bausektor drückt auf die Stimmung. Bald wird es deshalb auch zu einschneidenden Sparmaßnahmen kommen ...(Bild:  Wacker Chemie)
Wacker Chemie hat aktuelle Zahlen vorgelegt. Wie die ganze Chemiebranche in Europa leiden auch die Bayern an den herrschenden Problemen. Vor allem der maue Bausektor drückt auf die Stimmung. Bald wird es deshalb auch zu einschneidenden Sparmaßnahmen kommen ...
(Bild: Wacker Chemie)

Wacker Chemie ist beim Blick auf 2025 vorsichtiger geworden, heißt es. Denn die Chemieindustrie steht bekanntlich unter Druck – vor allem in Europa. Das sagt jedenfalls der Wacker-Chef Christian Hartel. Die wirtschaftliche Lage ist angespannt, die Nachfrage am Markt schwächelt, heißt es zur derzeitigen Situation. Gleichzeitig verändere sich das Marktumfeld und der Wettbewerbsdruck sei hoch, was insbesondere auf China zurückzuführen sei. Dass es im dritten Quartal teilweise besser lief als erwartet und Hartel nun auf die Kostenbremse drückt, rückte dabei erst einmal in den Hintergrund. Der Umsatz dürfte 2025 nun voraussichtlich am unteren Ende der seit dem Sommer erwarteten Bandbreite von 5,5 bis 5,9 Milliarden Euro liegen. Für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) geht Wacker Chemie nun davon aus, dass es sich in der unteren Hälfte der erwarteten Bandbreite von 500 bis 700 Millionen Euro einpendelt. Bei einem Umsatzrückgang um sechs Prozent (auf 1,34 Milliarden Euro) war das Ebitda in den drei Monaten bis Ende September im Jahresvergleich um fast 25 Prozent (auf 111,7 Millionen Euro) eingeknickt. Der Aktienkurs ging nach diesen Nachrichten moderat nach unten.

Der Wacker-Sparkurs wird offensichtlich auch Jobs kosten

Unter dem Strich fiel auch wegen höherer Abschreibungen ein Verlust von gut 82 Millionen Euro an, nachdem vor einem Jahr noch ein Überschuss von knapp 34 Millionen in den Büchern landete. Der Chemiekonzern leidet auch weiterhin auch die Folgen einer trägen Bauwirtschaft, heißt es. Das belastet etwa die Kunststoffsparte, die Basis- und Zusatzmaterialien für Klebstoffe, Bodenbeläge, Farben und Beton herstellt. Auch im Bereich Silikone sehe es deshalb nicht rosig aus. Und im Geschäft mit Polysilizium für Solaranlagen bekommen die Bayern weiterhin niedrige Preise zu spüren, was auch an den Überkapazitäten Chinas liegt sowie an der niedrigen Anlagenauslastung. So startete man im Oktober ein Projekt, um signifikant Kosten im Produktionsumfeld und in der Verwaltung zu sparen. Konkrete Maßnahmen würden aktuell erarbeitet. Die Umsetzung soll bereits im ersten Quartal 2026 starten. Im Rahmen des Kostenprojekts werden voraussichtlich auch Stellen abgebaut, wie man zugeben muss. Zur Größenordnung und zur Ausgestaltung der einzelnen Maßnahmen könnten demnach aktuell zwar noch keine Angaben gemacht werden, aber auch Anlagenschließungen könnte es geben.

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