VDWF-Geschäftsführertreff "Voll Wild" Wissenstransfer für die Branche

Von Richard Pergler 3 min Lesedauer

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Zu seinem ersten VDWF-Geschäftsführer-Treff „Voll Wild“ im Jahr 2025 hat der Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer (VDWF) zu Unternehmen im Raum Eisenach eingeladen. Die Veranstaltung war komplett ausgebucht.

Unternehmer Thomas Müller erläutert den Geschäftsführern auf der "Voll Wild"-Tour des Verbands Deutscher Werkzeug- und Formenbauer (VDWF) das Konzept und die Abläufe seines Unternehmens Vario-Metall, einem auf Tieflochbohrungen spezialisierten Dienstleister für die Branche(Bild:  Maschinenmarkt)
Unternehmer Thomas Müller erläutert den Geschäftsführern auf der "Voll Wild"-Tour des Verbands Deutscher Werkzeug- und Formenbauer (VDWF) das Konzept und die Abläufe seines Unternehmens Vario-Metall, einem auf Tieflochbohrungen spezialisierten Dienstleister für die Branche
(Bild: Maschinenmarkt)

Mehr als 80 verantwortliche Führungskräfte aus Werkzeug , Modell- und Formenbauunternehmen hatten die Gelegenheit genutzt, sich über aktuelle Innovationen und den neuesten Trends unter anderem zum Thema Standardisierung, Digitalisierung und Unternehmensstrategien zu informieren. Dabei konnten die Teilnehmer während der Unternehmensbesuche und der Betriebsführungen zahlreiche wichtige Impulse und Anregungen für den Branchenalltag mitnehmen.

Tiefe Einblicke in die besuchten Unternehmen

Ausgangs- und Endpunkt der zweitägigen Veranstaltung war das Penta-Hotel in Eisenach. Mit dem Bus ging es zunächst zur ersten Station, dem DMG-Mori-Werk in Seebach. Hier bekamen die Teilnehmer tiefe Einblicke in die Abläufe und Strukturen des Maschinenbauunternehmens. Der thüringische Standort des nach Umsatz weltgrößten Werkzeugmaschinenherstellers ist einer der wichtigsten Arbeitgeber der Region. Das Werk ist rund 155 000 m² groß und beschäftigt etwa 700 Mitarbeiter. Die Kernkompetenz in Seebach liegt im Bau von 5-Achs-Fräszentren: Die weltweit erfolgreichste 5-Achs-Fräsmaschine von DMG Mori, die DMU 50, wird in Seebach entwickelt und produziert. Insgesamt liegt die Montagekapazität am Standort bei 2000 Maschinen pro Jahr. Auf 30 fahrerlosen Transportsystemen (AGV) werden unter anderem die DMU 50 3rd Generation und die DMU 40 gebaut.

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Beim Besuch des Unternehmens Vario–Metall in Leimbach erfuhren die Teilnehmer zahlreiche Details über die Arbeit dieses Spezialisten für die Tiefbohr- und Fräsbearbeitung von Formplatten- und Einsätzen, Maschinenbauteilen oder Hydraulikaggregaten. Seit der Gründung vor 12 Jahren hat sich das Unternehmen als Dienstleister auf dem Formenbaumarkt etabliert. Kennzeichen sind die hohe Qualität der Arbeit, ein exzellenter Service sowie eine schnelle und zuverlässige Lieferung. Eine Kernkompetenz der Zerspaner liegt im Tieflochbohren. Allein dafür stehen den Experten in Leimbach zehn leistungsfähige Tiefbohr- und Tiefbohr-Fräs-Zentren zur Verfügung.

Dienstleister für den Werkzeug- und Formenbau

Das nächste besuchte Unternehmen, RSB Rationelle Stahlbearbeitung in Merkers, wurde 1997 als ein reiner Sägebetrieb mit Lagerhaltung gegründet. Bis heute hat sich das Unternehmen zum Systemlieferant und Dienstleister in den Bereichen Formen- und Werkzeugbau sowie für den Maschinenbau weiterentwickelt. Rund 200 Mitarbeiter sind auf 10 000 m² aktiv. Dabei umfasst der Anteil der Fertigung von Sonder- und Einzelteilen rund 80 Prozent des Umsatzes. Die übrigen 20 Prozent entfallen auf den Standardbereich (Normalien) im Werkzeug- und Formenbau.

Bei der FFT Werkzeug + Karosserie in Eisenach, einem Dienstleister für die Fahrzeugentwicklung und Systemlieferant für den Karosserierohbau in der Automobilindustrie, erfuhren die Führungskräfte mehr zu Entwicklungen und von der Blechumformung bis hin zur Herstellung von Bauteilen und Baugruppen – alles was die moderne Kleinserie im Automobilbau von heute benötigt. Moderne Fahrzeugentwicklung und deren Anforderungen an zukünftige Karosseriestrukturen basieren auf Innovation. Deshalb entwickeln die Karosseriespezialisten Verfahren und Prozesse in der Umform- und Fügetechnik kontinuierlich weiter.

Branche vernetzt sich

Seit der Gründung im Jahr 1994 haben die Verantwortlichen bei Gezea ihr Familienunternehmen in Eisenach als zuverlässigen und erfahrenen Partner für den Werkzeugbau und Formenbau etabliert. Aus dem einstigen Zwei-Mann-Unternehmen ist inzwischen ein Dienstleister im Werkzeug- und Formenbau mit 23 Mitarbeitern geworden. Egal ob Elektroden fräsen, Senkerodieren, Formeneinsätze erstellen, Hartmetall erodieren, Tieflochbohren und mehr - die Spezialisten des Unternehmens sorgen für präzise Fertigung und schnelle Abläufe. Eine dezentrale Organisation bringt große Vorteile in der Einzelfertigung und schützt zudem vor Ausfällen in Produktionsprozessen.

Branchenevent

Werkzeug- und Formenbau

VDWF-Geschäftsführer-Treff „Voll Wild“

Das Veranstaltungsformat „Voll wild“ ist der Geschäftsführer-Treff des VDWF. Mehrmals pro Jahr treffen sich hier Führungskräfte aus dem Werkzeug- und Formenbau – auch immer wieder bei den mehrtägigen XXL-Events des Formats mit bis zu 200 Teilnehmern. Austausch zu den ureigenen Themen des Werkzeug- und Formenbaus ist das Ziel, und das Konzept bietet dafür einen perfekten Rahmen. Die Entscheider treffen sich bei unterschiedlichen Unternehmen zu Fachvorträgen. Im Anschluss werden die Betriebe besichtigt und gewähren somit Einblick in die Praxis ihrer Produktion. Link hier

Bei einem Besuch im Gradierwerk Bad Salzungen sowie während der sachkundigen Führung einige hundert Meter unter Tage im Erlebnisbergwerk Merkers erfuhren die Teilnehmer darüber hinaus zahlreiche Details über die Gewinnung der Minerale, der die Gegend um Eisenach einen Gutteil ihres Reichtums verdankt: Salz in verschiedenen Ausprägungen vom reinen Speisesalz bis hin zum Kalisalz als Grundstoff für Dünger. Die Abendveranstaltung bei RSB Rationelle Stahlbearbeitung nutzten die Teilnehmer ebenso wie die gemeinsame Zeit im Bus ausgiebig zum Netzwerken. „Voll Wild“ in Eisenach - eine nach Meinung der Teilnehmer rundum gelungene Veranstaltung mit sehr dicht gepacktem Informationstransfer.

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