So ist die Lage! Geopolitik und Bürokratie erschweren internationale Industrieeinsätze

Quelle: „WorkFlex“ 3 min Lesedauer

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Der „WorkFlex Cross Border Index“ offenbart, dass es für Unternehmen immer schwieriger wird, im Ausland wirtschaftlich zu agieren ...

Die beiden Gründer von „WorkFlex“! Von links: Patrick Koch und Peter Manden. Sie und ihr Team kennen sich damit aus, was auf Unternehmen zukommt, die auch im Ausland agieren wollen oder müssen. Hier kommt ihr erster Lagebericht zu diesem komplexen Thema ...(Bild:  „WorkFlex“)
Die beiden Gründer von „WorkFlex“! Von links: Patrick Koch und Peter Manden. Sie und ihr Team kennen sich damit aus, was auf Unternehmen zukommt, die auch im Ausland agieren wollen oder müssen. Hier kommt ihr erster Lagebericht zu diesem komplexen Thema ...
(Bild: „WorkFlex“)

Internationale Arbeitseinsätze werden für Industrieunternehmen komplizierter. Eine Analyse über Arbeitstage im Ausland zeigt steigende Sicherheitsrisiken, häufig wechselnde Visabestimmungen und eine Vielzahl an nationalen Meldeverfahren. Vor allem für Maschinen- und Anlagenbauer könne das zum operativen Problem werden. Wer also Maschinen im Ausland installiert, Anlagen in Betrieb nimmt oder Servicetechniker kurzfristig zum Kunden schickt, muss zunehmend mehr regulatorische und sicherheitsbezogene Vorgaben berücksichtigen, wie der erstmals veröffentlichte „WorkFlex Cross Border Index“ zeigt. Für die Untersuchung wurden nicht weniger als 1,86 Millionen bewertete Arbeitstage im Ausland aus über 500 Unternehmen unter die Lupe genommen. Insgesamt bezieht sich der Index auf 193 Länder. Die Ergebnisse sind allerdings nicht als allgemeine Rangliste der besten oder schwierigsten Länder für Auslandseinsätze zu verstehen. Nach Angaben von „WorkFlex“ sind derzeit nur Platzierungen innerhalb derselben Bewertungsdimension direkt miteinander vergleichbar. Zudem können sich die Anforderungen abhängig vom Herkunftsland des Arbeitgebers insbesondere bei Sozialversicherung und Entsendemeldungen unterscheiden.

Grenzüberschreitende Arbeit verändert sich dynamisch

Die Ergebnisse zeigen, wie dynamisch sich die Bedingungen für grenzüberschreitende Arbeit verändern. Nach Angaben von „WorkFlex“ gibt es monatlich über 250 Änderungen, was allein die Visabestimmungen angelangt. Hinzu kommen unterschiedliche nationale Meldepflichten und Sicherheitsrisiken infolge von Kriegen, Krisen und geopolitischen Konflikten.

Für international tätige Industrieunternehmen ist das also besonders relevant. Im Maschinen- und Anlagenbau gehören auch noch Montage, Wartung, Inbetriebnahme und technische Unterstützung beim Kunden zum Tagesgeschäft. Schon die Entsendung einzelner Fachkräfte kann jedoch Visa- und Arbeitserlaubnisfragen sowie arbeits-, sozialversicherungs- und melderechtliche Pflichten auslösen. Besonders aufwendig sind laut Analyse Entsendemeldungen und arbeitsrechtliche Anforderungen. Der wesentliche zusätzliche Aufwand konzentriert sich demnach auf 31 Staaten. Dabei müssen Unternehmen mit insgesamt 27 separaten nationalen Meldeportalen umgehen.

Viel Aufwand auch, wenn Personal nur befristet im Ausland ist

Aber auch innerhalb Europas bleibe die grenzüberschreitende Beschäftigung damit administrativ anspruchsvoll. Unterschiedliche Verfahren, Portale und Fristen müssen etwa berücksichtigt werden – und das selbst dann, wenn Mitarbeiter nur vorübergehend für ein Projekt oder einen Serviceeinsatz ins Ausland reisen. „Die Herausforderung für Arbeitgeber liegt weniger in einer einzelnen Vorschrift als im Zusammenspiel unterschiedlicher Anforderungen“, kommentiert Pieter Manden, Co-Founder von „WorkFlex“. Vor einem grenzüberschreitenden Einsatz müsse unter anderem erst einmal geklärt werden, welche Tätigkeit am Zielort ausgeübt werde und ob Visa oder Arbeitserlaubnisse erforderlich seien. Auch die Meldepflichten und geltenden sollten bekannt sein.

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