Weniger dafür Zahl der Klimaneutralitätsbeführworter sinkt

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Eine Mehrheit der Arbeitnehmer in Deutschland befürwortet laut einer Umfrage einen schnelleren Umbau der Industrie in Richtung Klimaneutralität, doch werden diese weniger.

Bei einer aktuellen Umfrage, wie es mit der Akzeptanz des Wegs zu einer rascheren Klimaneutralität unter Arbeitnehmern aussieht, hat gezeigt, dass sich die Zahl Beführworter verringert hat. Demnach rücken auch andere Prioritäten in den Vordergrund ...(Bild:  Jenny Sturm - stock.adobe.com)
Bei einer aktuellen Umfrage, wie es mit der Akzeptanz des Wegs zu einer rascheren Klimaneutralität unter Arbeitnehmern aussieht, hat gezeigt, dass sich die Zahl Beführworter verringert hat. Demnach rücken auch andere Prioritäten in den Vordergrund ...
(Bild: Jenny Sturm - stock.adobe.com)

Im Vergleich zu 2022 hat die Zustimmung der Arbeitnehmer abgenommen, was den beschleunigten Weg in die Klimaneutralität angeht. Das geht jedenfalls aus einer Befragung der gemeinnützigen Denkfabrik Wittenberg-Zentrum für globale Ethik (WZGE) unter jeweils über 2.000 aktuellen und künftigen Beschäftigten hervor. Durchgeführt wurde die laut WZGE repräsentative Umfrage vom Marktforschungsinstitut Infas quo. Gefördert wurde die Studie von der Eon-Stiftung. Genauer gesagt, kam heraus, dass aktuell 51 Prozent der Befragten ein schnelleres Tempo beim Strukturwandel des Industriestandorts Deutschland wollen. Im Jahre 2022 lag dieser Wert noch bei 59 Prozent. Dass die Geschwindigkeit der Transformation angemessen ist, bejahten bei der Befragung im Februar 2024 rund 30 Prozent (2022 waren es noch 27 Prozent). Dass die Transformation langsamer vorangetrieben werden sollte, meinten vor zwei Jahren 14 Prozent der Befragten. Mittlerweile liegt dieser Wert bei 19 Prozent.

Mehr Menschen wünschen sich soziale Gerechtigkeit

Das Erreichen der Klimaschutzziele verlor bei den Beschäftigten also etwas an Bedeutung. War 2022 dieses Ziel noch für 20 Prozent der Befragten am wichtigsten, hatte es 2024 nur noch für 15 Prozent die oberste Priorität. Die soziale Ungleichheit zu verringern, ist im Gegenzug jetzt für 18 Prozent der Befragten das Wichtigste. Dieses Ziel hatten 2022 erst 15 Prozent als sehr wichtig genannt. Der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit ist aktuell für 10 Prozent das wichtigste gesellschaftliche Problem. Vor zwei Jahren lag dieser Wert noch bei fünf Prozent. Eine positive Auswirkung des klimaneutralen Umbaus auf die persönliche Beschäftigungssituation sehen 37 Prozent der Befragten. In 2022 lag der Wert bei 42 Prozent. Negative Auswirkungen befürchteten damals 14 Prozent. Jetzt sind es 18 Prozent. Der klimaneutrale Umbau des Industriestandorts Deutschland kann aber nur gemeinsam mit den Beschäftigten erfolgreich sein, kommentiert der Geschäftsführer der Eon-Stiftung, Stephan Muschick. Das könne nur gelingen, wenn sozialer Ausgleich und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit stärker in den Blick genommen würden.

(ID:50069829)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung