Schmiertechnik

Zentralschmieranlagen erhöhen Effizienz von Windkraftanlagen

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Ob zu Lande, zu Wasser, in den Tropen, in der Wüste oder in kalten Gefilden, um die Kraft des Windes mit hoher Effizienz zu nutzen, werden Windkraftanlagen in unterschiedlichen Leistungsklassen ausgeführt, die auf die am Standort herrschenden Bedingungen und Einflüsse zugeschnitten sind. Passend dazu hat SKF für die jeweiligen Leistungsanforderungen und Klimabedingungen maßgeschneiderte Kombinationen von Schmierungssystemen für alle zu schmierenden Baueinheiten einer Windkraftanlage entwickelt, die wirtschaftlich, ressourcen- und umweltschonend arbeiten.

Zwei Systeme zur Verbrauchsschmierung in Windkraftanlagen bewährt

Zur Verbrauchsschmierung in Windkraftanlagen haben sich zwei Systeme bewährt, und zwar die Progressivschmierung und die Einleitungsschmierung. Für die Schmierung der Getriebe empfiehlt sich hingegen der Einsatz einer Öl-Umlaufschmierung.

Bei der Progressivschmierung werden die zu schmierenden Maschinenkomponenten fortschreitend versorgt, also eine Schmierstelle nach der anderen. Dabei wird die Schmierstoffmenge genau dosiert, das heißt bedarfsoptimiert der zu schmierenden Stelle zugeführt. Die Anlagen von SKF können mit einer Funktionsüberwachung ausgerüstet werden.

Bei der Einleitungsschmierung werden über eine Hauptleitung alle zu schmierenden Stellen praktisch gleichzeitig versorgt. Das Systemdesign ist einfach und aufgrund des modularen Baukastenprinzips flexibel auf die jeweiligen Schmierungsanforderungen zuschneidbar. Bei der Einleitungsschmierung ist die Verwendung von komplexen Schmierstoffen unkritisch.

Öl-Umlaufschmierung schützt Windkraftanlagen-Getriebe am besten

Als wirksamer Verschleißschutz für die Getriebe von Windkraftanlagen hat sich die Öl-Umlaufschmierung erwiesen. Sie sorgt neben der Schmierung für die Temperierung des Getriebes, dämpft die bei der Kraftübertragung auftretenden Schwingungen, führt Verschleißpartikel von den Reibstellen ab, vermeidet Korrosionsschäden und sorgt für den Abfluss des Kondenswassers.

In den unterschiedlichen Bereichen einer Windkraftanlage muss den jeweils dort auftretenden Leistungsanforderungen Rechnung getragen werden. Deshalb hat SKF für Blattlager, Blattverstellung, Hauptlager, Azimutlager samt seinen Verzahnungen, Getriebe und Generator unterschiedliche Systemlösungen entwickelt, mit denen jede Baueinheit einer Windkraftanlage geschmiert wird.

Windkraft-Rotor benötigt ausgefeilte Technik für die Schmierung

Der sich drehende Rotor erfordert eine ausgeklügelte Technik, die auch in dieser Umgebung die Schmierstoffzufuhr gewährleistet. Das dafür verantwortliche Schmieraggregat ist auf dem Rotor montiert, dreht sich also permanent mit und muss an die dabei entstehenden Belastungen (Vibration, Fliehkraft) angepasst sein.

Dort kommen Schmieraggregate zum Einsatz, die mit einem Fettfolgeteller ausgestattet sind. Dieser drückt kontinuierlich das Fett vom Vorratsbehälter in Richtung der Pumpenelemente und sichert so deren Ansaugvorgang.

Von ihnen aus gelangt das Fett über ein Progressiv- oder Einleitungs-Schmierungssystem zu den angeschlossenen Verteilern. Sie übernehmen die exakte Dosierung des Schmierstoffs für jede einzelne Schmierstelle.

Schmierritzel tragen das Fett im Kontaktbereich auf

Bei Windkraftanlagen, bei denen die Rotorblätter elektrisch verstellt werden können, erfolgt die Schmierstoffversorgung der Blattverstellung ebenfalls über spezielle Pumpen für den rotierenden Einsatz. Dabei tragen Schmierritzel das Fett im Kontaktbereich punktgenau auf das Antriebsritzel oder den Blattzahnkranz auf und schmieren gleichmäßig die gesamte Zahnbreite. Die Verschmutzung durch herabtropfendes, verbrauchtes Fett innerhalb und außerhalb der Windkraftanlage wird durch einen Schmierstoffsammler reduziert.

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