Kampfbereit! ZF-Mitarbeiter im Saarland sind erbost

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Mit Wut und Enttäuschung reagieren die Beschäftigten des Autozulieferers ZF im Saarland darauf, dass bis Ende kommenden Jahres 1.800 Arbeitsplätze wegfallen sollen.

Bei ZF im Saarland steigen die Wogen der Wut in der Belegschaft immer höher, sagt die IG Metall. Man will die vielen Stellenstreichungen auf keinen Fall einfach so akzeptieren ...(Bild:  ZF)
Bei ZF im Saarland steigen die Wogen der Wut in der Belegschaft immer höher, sagt die IG Metall. Man will die vielen Stellenstreichungen auf keinen Fall einfach so akzeptieren ...
(Bild: ZF)

Bis Ende 2028 könnte sich die Zahl sogar auf bis zu 4.500 Stellen erhöhen, falls sich die Auftragslage nicht bessern sollte, wie es weiter heißt. Die Mitarbeiter waren in der Vergangenheit immer dabei, auch wenn es schwierig wurde, wie die IG Metall kommentiert. Der Standort sei immer sehr produktiv und profitabel gewesen und damit auch erfolgreich. Vor dem Hintergrund fällt es den Menschen schwer, dass man ihnen nun das Vertrauen und die Zukunftsperspektive entzieht auf diese Weise entzieht. Insgesamt sollen in den kommenden vier Jahren bundesweit bis zu 14.000 Stellen bei ZF gestrichen werden. Am Standort in Saarbrücken werden Automatikgetriebe produziert, beschäftigt sind dort derzeit rund 10.000 Menschen. Schon vor Monaten hatten Betriebsrat und IG Metall davor gewarnt, dass bei ZF in Saarbrücken ein massiver Arbeitsplatzabbau drohe. Das werde man nicht kampflos hinnehmen.

ZF-Entscheider sehen das als letzten Ausweg

Für die ZF-Beschäftigten sei es schwer zu verstehen, dass ein Technologiekonzern wie ZF nicht mehr aufzuweisen habe, als eine Strategie aus den 90er-Jahren, bei der es nur um das Verlagern an günstigere Standorte und Personalabbau gehe. Auch gebe es Unmut darüber, dass man vorgebe über gemeinsame Lösungen zu sprechen, aber offenbar nur die Vorschläge des Arbeitgebers zu akzeptieren habe, die mit erheblichen Einschnitten verbunden sei – sowohl was den Arbeitsplatzverlust als auch Entgelteinbußen angeht. Auch seien kostbare Zeit verschenkt und nun auch Vertrauen verspielt worden, um wirklich einen gemeinsam gangbaren Weg zu finden. Nach Angaben einer ZF-Sprecherin werden alle deutschen Werke auf ihre Wettbewerbsfähigkeit hin untersucht. Erst gehe es darum, in Gesprächen mit der Arbeitnehmervertretung zu beantworten, was man tun könne, um die Standorte in die wirtschaftliche Erfolgsspur zurückzubringen und die Arbeitsplätze. Nur wenn das nicht gelingt, kommen als Ultima Ratio ein Verkauf des Standorts oder dessen Schließung infrage, wie man verspricht.

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