Zustimmung und Aufatmen! ZF-Mitarbeiter sehen den Sanierungsplan positiv

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Anfang Oktober einigten sich der ZF-Betriebsrat und das ZF-Management mit der IG Metall auf einen Weg, wie man ZF sanieren kann. Diesen wollen die Angestellten mitgehen, heißt es ...

Mit einem blauen Auge davongekommen! Die vor einiger Zeit diskutierten Sanierungspläne für die Rettung des Zulieferers ZF Friedrichshafen stoßen bei Belegschaft, Gewerkschaft und Betriebsrat auf Zustimmung. Dennoch werden es harte Zeiten, wenn die Politik versagt ...(Bild:  ZF)
Mit einem blauen Auge davongekommen! Die vor einiger Zeit diskutierten Sanierungspläne für die Rettung des Zulieferers ZF Friedrichshafen stoßen bei Belegschaft, Gewerkschaft und Betriebsrat auf Zustimmung. Dennoch werden es harte Zeiten, wenn die Politik versagt ...
(Bild: ZF)

Positiv haben die Mitarbeiter des Automobilzulieferers ZF bei einer Betriebsversammlung auf den Sanierungsplan reagiert, wie die dpa meldet. Natürlich sei es aber nicht so, dass alle Zukunftsängste – vor allem die langfristigen – sich in Wohlgefallen aufgelöst hätten. „Klar ist, dass wir mit einem blauen Auge davongekommen sind und der Schritt in die richtige eingeschlagen ist“, wie es der ZF-Betriebsrat Damhat Sisamci im Gespräch mit der dpa ausdrückte. Nach Aussage von Patrick Selzer, dem ersten Bevollmächtigten der IG Metall Saarbrücken, hat bei der vierstündigen Sitzung eine sehr harmonische, entspannte Stimmung geherrscht. Bis 2027 sollen bei ZF dabei rund 500 Millionen Euro eingespart werden. Und bis 2030 ist der Abbau von 7.600 Arbeitsplätzen in der sogenannten E-Division, die elektrische, hybride Antriebe und Verbrennerantriebe herstellt, geplant. Dafür soll diese Antriebssparte, zu der auch der saarländische Standort gehört, nicht abgespalten werden. Dort drohte auch die Streichung von 2.800 Stellen von aktuell 9.000. Doch nun ist man auf nur noch 825 Stellen gegangen, die es in Zukunft nicht mehr geben wird. Diese sollen weiterhin durch Altersteilzeitprogramme und auslaufende Befristungen verschwinden. Wer freiwillig gehe, erhalte Abfindungen bis zu einer Höhe von 250.000 Euro.

ZF krempelt die Ärmel hoch und appelliert auch an die Politik

Vereinbart wurde jedoch auch, dass die für April 2026 vorgesehene Entgelterhöhung von 3,1 Prozent auf Oktober 2026 verschoben wird. Zulagen (Transformationsgelder) für 2025 und 2026 entfallen. Und einige Sonderzahlungen sind verpflichtend in Tage umzusetzen. Positiv sei nach Einschätzung der Arbeitnehmervertreter die Rede von Personalvorständin Lea Corzilius angekommen. Corzilius habe den Eindruck vermittelt, dass man eine gemeinsame Kraftanstrengung hingelegt habe, die zu einem relativ glimpflichen Verlauf der Sanierung führe. Dennoch darf man nicht verleugnen, dass ZF mit Herausforderungen zu kämpfen hat. Aktuell unwägbare Problemen, wie etwa bei der Lieferung von Halbleiterprodukten, bis hin zum geplanten Aus für Verbrennungsmotoren, reicht das Spektrum an „Baustellen“, die gemeistert werden müssen. Kurz gesagt: Jetzt gilt es, bei ZF die Ärmel hochzukrempeln! Doch es geht auch nicht ohne Politik, die sich etwa dafür stark machen sollte, dass Hybride, Range Extender oder die Nutzung synthetischer Kraftstoffe bis über 2035 hinaus akzeptiert werden. Nur so könne ZF neue Kunden gewinnen und die Talsohle durchschreiten.

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