Lageskizze Zollstreit belastet europäische Industrie weniger als gedacht

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Die Unternehmensstimmung im Euroraum hat sich im April mit der jüngsten Zuspitzung des Zollstreits verschlechtert, wie Analysten sagen.

(Symbolbild)! Analysten haben sich die Lage im europäischen Dienstleistungssektor und in der Industrie näher betrachtet. Sie wollten wissen, wie sich aufgrund der US-Zölle die Stimmung verändert. Folgende Ergebnisse kamen dabei heraus ...(Bild:  BAMIX)
(Symbolbild)! Analysten haben sich die Lage im europäischen Dienstleistungssektor und in der Industrie näher betrachtet. Sie wollten wissen, wie sich aufgrund der US-Zölle die Stimmung verändert. Folgende Ergebnisse kamen dabei heraus ...
(Bild: BAMIX)

Das verarbeitende Gewerbe scheint sich mit Blick auf den Zollstreit mit den USA besser zu schlagen als erwartet, kommentiert Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der Hamburg Commercial Bank. Denn trotz der Einführung von Zöllen Anfang April scheinen die meisten Industrieunternehmen in der Eurozone nicht allzu beunruhigt zu sein. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex sank alles in allem um 0,8 Punkte auf 50,1 Punkte. Die Analysten hatten einen etwas geringeren Dämpfer auf 50,2 Punkten erwartet. Der Stimmungsindikator hielt sich aber noch knapp über der Expansionsschwelle von 50 Punkten, was auf eine zunehmende wirtschaftliche Aktivität hindeutet, wie es heißt. Aber auch der Indikator für die Industrie bewegt sich unter der Expansionsschwelle.

Die Stimmung ist trübe, aber nicht panisch

In Frankreich trübte sich die Stimmung allerdings sowohl im Bereich Dienstleistungen als auch im Industriesektor ein. Der Stimmungsdämpfer in der Industrie war aber geringer als erwartet, bei den Dienstleistern stärker. In beiden Bereichen liegen auch dort die Indexwerte unter der Wachstumsschwelle. In Deutschland, der größten Volkswirtschaft der Eurozone, verschlechterte sich die Stimmung bei den Dienstleistern ebenfalls stärker als im Industriesektor. Der Zoll-Rundumschlag von US-Präsident Donald Trump hat den zwischenzeitlichen Stimmungsaufschwung in der deutschen Industrie beendet, führt der Analyst Elmar Völker von der Landesbank Baden-Württemberg weiter aus. Die breit angelegte Eintrübung komme überrasche aber angesichts des massiven zusätzlichen Unsicherheitsfaktors, welchen die US-Politik für die Weltwirtschaft liefere, nicht.

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