Exportplus in China

Handelskonflikt mit den USA bremst China-Exporte in keinster Weise aus

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Der chinesische Handel mit Deutschland derzeit:

Angesichts der leicht gestiegenen Gesamtimporte Chinas im Juni sieht die deutsche Auslandshandelskammer (AHK) ein Signal für mehr Nachfrage. Das sei aber eine nur vorsichtig positive Nachricht für deutsche Unternehmen, die in der Volksrepublik agierten. Aber es sei auch noch zu früh, von einer tatsächlichen Erholung zu sprechen. Denn der anhaltende globale Handelskonflikt wirft weiterhin seine Schatten auf die wirtschaftliche Entwicklung Chinas, merkt die AHK dazu an. Im direkten Handel mit Deutschland stiegen Chinas Exporte im Juni übrigens deutlich langsamer. Denn nachdem im Mai und April Ausfuhren in die Bundesrepublik im zweistelligen Bereich gewachsen waren, lagen diese im Juni nur bei einem Plus von 3,5 Prozent im Vergleich zu Juni 2024. Zudem halte der negative Trend bei den Importen an, die im Juni bei minus 2,3 Prozent lagen.

EU macht sich nicht viele Hoffnungen bei China

Chinas schwache Importzahlen machen auch der EU zu schaffen, wie man weiter erfährt. Nach Europa exportierte China im Juni zwar 7,6 Prozent mehr, die Importe stagnierten jedoch ( nur ein leichtes Plus von 0,4 Prozent). Im ersten Halbjahr sanken die Importe sogar insgesamt um 5,9 Prozent. Der Handel dürfte ein wichtiges Thema sein, wenn sich Ende Juli EU-Vertreter in Peking mit der chinesischen Seite zu einem Gipfel treffen. Doch wegen der zuletzt gestiegenen Spannungen zwischen China und der EU sind die Erwartungen an den Gipfel gering, merken Experten an. Man rechne deshalb kaum mit Fortschritten bei Themen wie Handelsbarrieren oder Exportkontrollen. Wer noch produziere, was China heute herstellt, dem gehe es schlecht und zusätzlich sei Chinas Dienstleistungssektor weiter unzugänglich und unprofitabel, wie Kenner der Szene aus Hong Kong berichten.

Manch chinesische Aktion wird zum Bumerang

Und der aggressive Preiswettbewerb mit zu viel produzierter Ware in einigen Sektoren (wie etwa der Elektroautobranche) beschäftigt China auch schon seit Längerem. Auch die schwache Binnennachfrage sowie die seit Monaten sinkenden Erzeugerpreise belasten die Wirtschaft, wie es weiter heißt. Was China lange billige Waren für den Export bescherte, scheint bei der Führung in Peking mittlerweile für Unmut zu sorgen. Das Ministerium für Industrie und IT kündigte etwa an, stärker gegen ungesunden Wettbewerb in der Autoindustrie vorzugehen. Gleichzeitig will Peking mehr Geld in sein Eintauschprogramm alter gegen neue Geräte oder Autos stecken, um die Kauflaune anzukurbeln. In manchen Provinzen versiegten die Geldtöpfe übrigens bereits, was Staatsmedien aber als Erfolg betrachteten. Manche Experten argumentieren dagegen, dass das Programm teuer und wenig nachhaltig ist.

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