China Market Insider
Zurück zur Billiglohn-Fertigung?

Ein Gastbeitrag von Henrik Bork 4 min Lesedauer

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China will seine Billiglohn-Fertigung nun doch behalten. Es ist ein wichtiger Richtungswechsel in der Industriepolitik des Landes.

In unserem China Market Insider versorgen wir sie regelmäßig mit relevanten Informationen direkt aus China.(Bild:  © Eisenhans - stock.adobe.com)
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Seit diesem Jahr werden nicht länger nur Zukunftsindustrien wie die Halbleiterindustrie oder die E-Mobilität gefördert. Stattdessen hat Staats- und Parteichef Xi Jinping die neue Losung vom „kompletten industriellen System“ ausgegeben. Traditionelle Industrien wie die Eisenverhüttung, die Textilindustrie oder auch die Herstellung von relativ einfachen und billigen Maschinen und Werkzeugen oder günstiger Elektronikteile sollen nicht länger aufgegeben werden und dann nach Indien und Vietnam abwandern.

Stattdessen will die kommunistische Partei Chinas diese traditionellen Industrien nun im eigenen Lande halten und modernisieren. Analysten in der Volksrepublik und chinesische Wirtschaftswissenschaftler sprechen von einer Reaktion auf Washingtons Handelskrieg gegenüber Peking. In den Büros der kommunistischen Partei- und Staatsführung in China habe ein Umdenken stattgefunden, sagen sie.