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Der Bieger muss außerdem nicht mehr x-, y-, z- in Biegedaten umrechnen, sondern kann die in der Software umgerechneten Daten des Masterrohres sofort manuell in die Biegemaschine eingeben. Parallel dazu kann in der Arbeitsvorbereitung eine Machbarkeitsstudie bezüglich der verfügbaren Werkzeuge der vorhandenen Biegemaschinen laufen.
Daten für die Biegemaschine über Konverter direkt versenden
Das Datenformat, in dem die Daten in die Biegemaschine eingegeben werden müssen, kann auch über einen Formatkonverter direkt online aus dem Tezet-CAD-Programm an die Biegemaschine gesendet werden. Damit lässt sich nicht nur Zeit einsparen, sondern dies dient in erster Linie dem Vermeiden von Fehlern. Wenn das fertig gebogene Rohr aus der Biegemaschine herauskommt, könnte man denken, dass damit der Prozess bereits abgeschlossen wäre. Aber ein Rohr ist je nach Material sehr eigenwillig und lässt sich nicht immer in eine Form zwingen. Es „springt“ an engen Bögen mehr oder weniger zurück, wodurch die folgenden Geraden sich verändern können und auch die nachfolgenden Bögen nicht mehr an den vorbestimmten Koordinaten passen, unter Umständen kann sich auch die Gesamtlänge ändern.
Die sogenannte 1:1-Auflagezeichnung des zu fertigenden Teils wird oftmals traditionell erstellt, um die gebogenen Rohre auf Passgenauigkeit hin überprüfen zu können. Diese Auflagezeichnung ist eigentlich heute nicht mehr nötig, weil Tezet-CAD durch das kontrollierte Messen mit einem Messgerät die Daten so aufbereitet, dass der Vergleich mit dem Masterrohr innerhalb kürzester Zeit inklusive Daten auf dem Bildschirm erscheint, und – farblich differenziert – angibt, ob sich das Rohr innerhalb des vorgegebenen Toleranzbereichs befindet (Bild 2). Wenn nicht, gibt die Software die Korrekturdaten wiederum im x-, y-, z- und Biegedatenformat aus. Dies stellt nicht nur eine erhebliche Zeitersparnis dar, sondern auch eine beträchtliche Materialeinsparung. Beide Erfahrungen ermöglichen es, Bauteile günstiger zu fertigen (Bild 3).
Außerdem bietet Tezet-CAD eine weitere Handling-Erleichterung an: Mit dem roten „Einrichterknopf“ muss der Bieger nicht mehr alle Daten neu in die Maschine eingeben, sondern kann lediglich die Korrekturdaten direkt in die Maschine übertragen. Damit eignet sich Tezet-CAD für alle, die mit der Rohrverformung zu tun haben – für Konstruktion, Arbeitsvorbereitung und Rohrbiegerei.
* Klaus Leistritz ist Geschäftsführer der Tezet Technik AG in 5330 Bad Zurzach (Schweiz)
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