Instandhaltungsstrategien Zuverlässigkeitsbetrachtung hilft bei der Minimierung der Kosten
Hohe Anlagenverfügbarkeit bei niedrigen Kosten für den Instandhaltungsaufwand: Das ist der klassische Zielkonflikt der Instandhaltung. Um diesen Balanceakt zu meistern, kommt der Entscheidung über die richtige Instandhaltungsstrategie eine sehr große Bedeutung zu. Eine bedarfsgerechte Instandhaltungsstrategie wägt Kosten und Nutzen von Instandhaltungsmaßnahmen gegeneinander ab.
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Mit der reaktiven Instandhaltung, also der einfachen Störungsbehebung, erreichen die Unternehmen nur eine geringe Anlageneffizienz. Bessere Ergebnisse werden durch die vorbeugende Instandhaltung erzielt. Bei vielen Anlagen wird heute die zustandsorientierte Instandhaltung angewandt, mit der eine sehr hohe Anlageneffizienz sichergestellt ist. Die höchste Anlageneffizienz jedoch erreicht man durch eine verbesserungsorientierte Instandhaltung.
Betriebswirtschaftlich sinnvoll ist es, das Instandhaltungsergebnis immer dem notwendigen Instandhaltungsaufwand gegenüberzustellen und so eine bedarfsgerechte Instandhaltungsstrategie zu generieren.
Eine Möglichkeit, einen passenden Instandhaltungsmix für ein Unternehmen herauszuarbeiten, ist der Einsatz des sogenannten Reliability Centered Maintenance (RCM), auch zuverlässigkeitsorientierte Instandhaltung genannt. SKF hat vor kurzem eine Weiterentwicklung dieses bekannten Ansatzes vorgestellt.
RCM konzentriert sich bei der Auswahl einer Instandhaltungsstrategie auf die kritischen Komponenten, Maschinen und Anlagen. Es gilt, Störungen und deren Folgen schnell zu erkennen, um Schäden zu vermeiden oder zumindest gering zu halten. Die RCM-Vorgehensweise von SKF sieht die Verlängerung der Instandhaltungsintervalle vor, die in den völligen Wegfall der vorbeugenden Instandhaltung mündet. Außerdem sind Tätigkeitslisten zur Reduktion der Stillstandszeiten in dem Programm enthalten. Ferner sollen kritische Komponenten von Maschinen und Anlagen durch zuverlässigere Komponenten ersetzt werden.
Im Zentrum der RCM-Methode steht die Analyse aller möglichen Funktionsstörungen sowie deren Ursachen und daraus resultierende Auswirkungen. Daran anschließend erfolgt die Bewertung, welche Einflüsse diese Störungen auf den Produktionsablauf und die Produktqualität zur Folge haben können.
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