Antriebstechnik 100 Jahre Industriegeschichte – ZF feiert Jubiläum

Redakteur: Jürgen Schreier

Die ZF Friedrichshafen AG startet in eine denkwürdiges Jahr 2015: Vor 100 Jahren, im Jahr 1915, wurde die Zahnradfabrik GmbH gegründet. In seiner bewegten Geschichte hat das Friedrichshafener Unternehmen Chancen genutzt und sich zu einem führenden Technologiekonzern der Antriebs- und Fahrwerktechnik entwickelt.

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Der Vorstand der ZF Friedrichshafen AG in Vorfreude auf das Jubiläum: (v.l.) Dr. Konstantin Sauer, Dr. Stefan Sommer, Jürgen Holeksa, Michael Hankel, Wilhelm Rehm, Rolf Lutz. Nicht im Bild Dr. Franz Kleiner, seit Jahresbeginn 2015 neu im ZF-Vorstand.
Der Vorstand der ZF Friedrichshafen AG in Vorfreude auf das Jubiläum: (v.l.) Dr. Konstantin Sauer, Dr. Stefan Sommer, Jürgen Holeksa, Michael Hankel, Wilhelm Rehm, Rolf Lutz. Nicht im Bild Dr. Franz Kleiner, seit Jahresbeginn 2015 neu im ZF-Vorstand.
(Bild: ZF)

Am 9. September 1915 wurde die Zahnradfabrik GmbH mit Sitz in Friedrichshafen ins Handelsregister des Amtsgerichts Tettnang eingetragen. Im anbrechenden Jahr 2015 jährt sich die Gründung des ZF-Konzerns folglich zum hundertsten Mal, für das Unternehmen und seine weltweit rund 72.000 Mitarbeiter steht ein Jubiläumsjahr bevor. Ein Grund zum Feiern für die Mitarbeiter weltweit: Die Jubiläumsaktivitäten sollen über 120 ZF-Standorte rund um den Globus einbinden und so auch langfristig das gemeinsame Verständnis erhöhen.

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In die Zukunft blickt der Konzern optimistisch: Aktuell steht ZF vor der größten Akquisition seiner Unternehmensgeschichte. Mit dem Kauf des US-Unternehmens TRW Automotive steigt ZF zu den drei weltweit größten Automobilzuliefern auf und ergänzt damit sein Kompetenzportfolio wie auch seine weltweite Marktpräsenz, um globale Megatrends noch besser bedienen zu können.

Vom Spezialanbieter der Luftfahrtindustrie zum Weltkonzern der Mobilitätstechnik

Der Blick in die ZF-Chronik zeigt eine wechselvolle Unternehmensgeschichte, in der sich ZF – manchen Brüchen und Krisen zum Trotz – von den Wurzeln als Spezialanbieter der Luftfahrtindustrie zu einem Weltkonzern der Mobilitätstechnik entwickelt hat. Die Gründung am Bodensee vor 100 Jahren hatte ihren Ursprung in der damals dort ansässigen Luftschiffbau Zeppelin GmbH, die auch Gesellschafterin der „Zahnradfabrik“ wurde.

Aufgabe des neu gegründeten Unternehmens war Entwicklung, Erprobung und Herstellung von „Zahnrädern und Getrieben für Luftfahrzeuge, Motorwagen und Motorboote“. Schon wenige Jahre später bot ZF ihre Technik für Automobilhersteller an und wurde zu einem wichtigen Getriebelieferanten dieser noch jungen Industrie in Deutschland. Durch Nutzung des eigenen Know-hows und Erwerb von Lizenzen weitete ZF ihr Produktportfolio aus: Lenkungen für Automobile und Nutzfahrzeuge kamen in den 1930er Jahren hinzu, ebenso Antriebseinheiten für Ackerschlepper und Schiffe. Vor und während des Zweiten Weltkrieges dominierte jedoch die Rüstungsproduktion die damals drei deutschen ZF-Standorte. Auch ZF beschäftigte in allen Werken Zwangsarbeiter. Ihre Anzahl stieg bis Kriegsende auf rund 2800 kontinuierlich an.

1965 startet mit der Serienfertigung des ersten Stufenautomatgetriebes für Pkw

Nach Kriegsende nahm ZF 1946 die Herstellung ihrer zivilen Produkte wieder auf – beginnend bei Ackerschleppergetrieben und Nutzfahrzeuggetrieben. Seine Innovationskraft verhalf dem Unternehmen zum Einstieg in neue Marktsegmente, so 1965 mit der Serienfertigung des ersten Stufenautomatgetriebes für Pkw.

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