3D-Sensor

3D-Sensoren sind wirtschaftlich und erhöhen Detektionssicherheit

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Auch sei es so, dass in vielen Anwendungen die einfache, punktförmige Information längst nicht mehr ausreiche. Beispielsweise erfordere die Ermittlung einer Pickposition für den Robotergreifer eine 3D-Koordinate im Raum. Oder wolle man das Volumen eines Gegenstandes feststellen, benötige man eben neben der Länge und Breite auch noch die Höhe. Aber die 3D-Sensorik eröffnet innerhalb der Automatisierungstechnik auch neue Anwendungsfelder. Überall da, wo punktförmig oder zweidimensional arbeitende Systeme nicht zum Ziel führen, könne man 3D-Sensoren einsetzen.

Linienprofilsensoren eignen sich für die Vermessung von Kleinteilen

Die Linienprofilsensoren von Leuze Electronic arbeiten nicht über einzelne Lichtspots, sondern projizieren einen divergenten Lichtstrahl mittels einer Laser-Linienbeleuchtung (Bild 2). Laser und Empfänger sind gemeinsam in einer nach Aussage des Herstellers kompakten, leicht zu installierenden Einheit untergebracht. Die Lichtschnittsensoren LPS 36 (Bild 3) bieten eine Auflösung bis 0,1 mm – sie eignen sich damit für die Vermessung von Kleinteilen. Bei Höhenabständen von 200 bis 600 mm dient der Linienprofilsensor LPS 36 HI/EN zur Objekterkennung von Teilen, die selbst kleiner als 3 mm sind. Auf einer Linienlänge von 140 mm kann der Sensor aufgrund seiner Auflösung von 0,1 bis 0,9 mm in einer Messzeit von 10 ms mit einer Messrate von 100 Hz die Abmessungen von Kleinteilen schnell und genau erfassen.

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Die Übertragung der Messdaten und die Parametrierung des Sensors erfolgt über das Ethernet. Ein zusätzlicher Anschluss für Standardinkrementalencoder unterstützt die Erzeugung von kalibrierten 3D-Daten. Damit seien beispielsweise Robotersteuerungen bei Pick-and-place-Anwendungen wie auch Positionierungsaufgaben im Verpackungs- und Montagebereich hervorragend lösbar. Wo bisher aufwendige Sensorlösungen, Sensorkombinationen oder zusätzliche Auswertegeräte notwendig waren, sollen die Lichtschnittsensoren LPS 36 HI/EN mit ihrer guten Auflösung sogar Applikationsfelder erschließen, die früher den Kamerasystemen vorbehalten waren – bei, wie es heißt, niedrigeren Investitionen und in einer äußerst kompakten Bauform, denn Sender und Empfänger seien in einer leicht zu installierenden Einheit untergebracht.

Line-Range-Sensoren können per Display eingelernt werden

Neben den messenden Varianten an Line-Profil-Sensoren (LPS), die Objektprofile vermessen oder 3D-Informationen liefern, ermöglichen schaltende Line-Range-Sensoren (LRS) völlig neue Funktionen.

Den schaltenden Lichtschnittsensor LRS 36 kann man nun mit einer neuen Teach-Funktion direkt am Gerät einlernen. Die drei Standardanwendungen des LRS 36 Teach als Flächentaster, als Flächentaster mit Hintergrundausblendung und als mehrspuriges Vollständigkeitskontrollgerät (Track Scan) können nun über das Bedienfeld und die Menüführung direkt im Gerätedisplay eingelernt und parametriert werden.

Ein Flächentaster erkennt innerhalb seines Erfassungsbereichs Objekte an beliebiger Position, zum Beispiel auf einer Förderstrecke. Die zu detektierende Objektgröße könne in drei Stufen voreingestellt werden (fein, mittel, grob). Mit der neuen Teach-Funktion entfalle die ansonsten übliche aufwendige Inbetriebnahme und Parametrierung über den PC. Gleichwohl könne die Konfiguration, die per Teachen am Gerät festgelegt wurde, von der Software LRS-Soft eingelesen und detailliert weiterbearbeitet werden.

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