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7-Achs-Cobots im Vergleich

| Autor: Simone Käfer

Bei unserem Produkttester montiert und inspiziert der Cobot Sawyer Sensoren, Entfroster und Elektronikbauteile. Rethink Robotics hat seinen Roboter mit einer Kamera von Cognex ausgestattet.
Bei unserem Produkttester montiert und inspiziert der Cobot Sawyer Sensoren, Entfroster und Elektronikbauteile. Rethink Robotics hat seinen Roboter mit einer Kamera von Cognex ausgestattet. (Bild: Rethink Robotics)

Wir stellen heute drei Cobots vor, die sich nicht nur in Gewicht, Reichweite und Optik unterscheiden. Ihre Gemeinsamkeit liegt in den sieben Achsen, die auf einen oder zwei Arme verteilt sind.

  • Sawyer von Rethink Robotics ist mit 19 kg der leichteste der 7-Achser. Gleichzeitig trumpft er mit einer Reichweite von 1260 mm auf.
  • Der LBR iiwa 7 R800 von Kuka wiegt 22 kg und reicht 800 mm weit. Sein Merkmal ist die Momentengenauigkeit von ± 2 %.
  • Mit 35 kg und 500 mm ist Yumi von ABB der schwerste mit den kürzesten Armen. Dafür liegt seine Wiederholgenauigkeit bei 0,02 mm.

Sie verhindern Rückenschmerzen und Langeweile am Arbeitsplatz. Doch es geht die Befürchtung um, dass der kollaborative Roboter nicht nur assistiert und den Werker bei gesundheitlich ungeeigneten oder monotonen Arbeitsschritten entlastet, sondern auch, dass er ihn komplett ersetze. Unser Produkttester der Woche, Danny Rose von Tennplasco, sieht das ein wenig anders. Für ihn können die Cobots bei Personalengpässen aushelfen und so die Wirtschaftskraft des Unternehmens erhalten.

Das US-amerikanische Unternehmen Tennplasco bietet Services rund um Kunststoffguss und -spritzverfahren sowie Lösungen für Kunststoffprodukte. Personalmangel, besonders in den Sonderschichten, war Anlass für das Unternehmen, in Assistenzroboter zu investieren, die Spritzgussaufgaben übernehmen. Sie entschieden sich für das Modell Sawyer von Rethink Robotics.

Das Leichtgewicht mit der Kamera

Der Assistenzroboter kann mit seiner Reichweite von 1260 mm und seinen sieben Freiheitsgraden auch in kompakten Arbeitszellen eingesetzt werden und in Umgebungen mit wenig Platz operieren. Er wiegt 19 kg und liefert eine Wiederholgenauigkeit von ± 0,1 mm. Eine Cognex-Kamera, die über dem Greifer platziert ist, hilft beim Positionieren des Systems und komplexen Aufgaben, bei denen ein bildverarbeitendes System sinnvoll ist. Für einen einfachen Austausch der Greifer sorgt die Greiferplatte Clicksmart. Ihre Schließmechanismen sollen einen schnellen Wechsel des Greifwerkzeugs ohne weitere Werkzeuge ermöglichen. Außerdem speichert die Platte Konfigurationenen der Greifer, sodass der Roboter die Art des Greifwerkzeugs erkennt.

Die Montage wird digital

Motek 2017

Die Montage wird digital

24.11.17 - Auf den Werker kommen enorme Veränderungen zu. Während die Maschinen immer mehr Intelligenz erhalten, sich vernetzen und selbstständig organisieren, kann der einfache Arbeitsplatz nicht unberührt von diesem Wandel bleiben. Die Fachmesse Motek zeigt die Trends im Scheinwerferlicht. lesen

Tennplasco hat Sawyer mit wenig Aufwand angelernt und der Cobot arbeitete schnell Hand in Hand mit der Belegschaft. Zudem erlaubte dies dem Team, die Arbeitszelle effizienter zu gestalten. Der Cobot montiert und inspiziert in diesem Rahmen unter anderem Sensoren, Entfroster und Elektronikbauteile.

Der LBR iiwa von Kuka montiert Teile mit einer achsspezifischen Momentengenauigkeit von ± 2 % des Maximalmoments.
Der LBR iiwa von Kuka montiert Teile mit einer achsspezifischen Momentengenauigkeit von ± 2 % des Maximalmoments. (Bild: Kuka AG)

Arbeiten mit einer Genauigkeit von etwa 2 %

Mit gleicher Wiederholgenauigkeit wie Sawyer, also ± 0,1 mm, aber deutlich schwerer kommt der LBR iiwa 7 R800 von Kuka daher: er wiegt 22 kg. Außerdem beschränkt sich seine Reichweite auf 800 mm (Sawyer: 1260 mm). Konturen erkennt dieser Cobot über Sensorik. So erfasst er kraftgeregelt die Einbauposition und montiert Teile mit einer achsspezifischen Momentengenauigkeit von ± 2 % des Maximalmoments.

Wie Cobots die Qualität „Made in Germany“ sichern können

MRK

Wie Cobots die Qualität „Made in Germany“ sichern können

03.04.17 - Das Gütesiegel „Made in Germany“ sehen Kritiker durch den Einzug von Industrie 4.0 in Gefahr. Optimisten hingegen sind zuversichtlich, dass nur so die Qualität gesichert werden kann. Tatsächlich aber ist der Mittelweg die richtige Lösung. Die Automobilindustrie zeigt, wie Mensch und Roboter eine effiziente Symbiose bilden können. lesen

Programmiert wird der LBR iiwa über geführte Simulation: Der Anwender zeigt im den Weg, der Roboter merkt sich die Koordinaten des Bahnpunkts. Mit der Steuerung Sunrise Cabinet ist er auch für komplexe Aufgaben gerüstet. Auf Berührung reagiert er mit Stillstand, so ist er für Unterbrechungen in seinen Bewegungsabläufen einfach abzustoppen.

Der zweiarmige Yumi von ABB bietet in unserem Vergleich mit 0,02 mm die beste Wiederholgenauigkeit.
Der zweiarmige Yumi von ABB bietet in unserem Vergleich mit 0,02 mm die beste Wiederholgenauigkeit. (Bild: ABB)

Zwei Arme und noch genauer

Das Schwergewicht unter diesen drei kollaborativen Robotern ist Yumi von ABB mit 35 kg. Auch in der Reichweite steht er auf Platz drei: 500 mm. Dafür besitzt Yumi zwei Arme und glänzt in der Positionswiederholgenauigkeit mit 0,02 mm. Seine zwei Arme bewegen sich unabhängig voneinander, weshalb auch die Berechnung der Bahn für jeden Arm extra geschieht. Für die Servogreifer können integrierte Kameras dazubestellt werden. Gesteuert wird der Cobot über die integrierte IRC5 mit der Truemove- und Quickmove-Bewegungssteuerungstechnik. Sie soll für die Genauigkeit, Geschwindigkeit, Zykluszeit, Programmierbarkeit und bahnsynchrone Kommunikation mit externen Geräten sorgen.

Ergänzendes zum Thema
 
Drei Fragen an den Anwender
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Sie wollen Ihre Erfahrungen mit neuen Maschinen, neuer Software oder einem Servicedienstleister teilen? Dann werden Sie unser Produkttester der Woche! Schreiben Sie an: simone.kaefer@vogel.de

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