Nur ruhig Blut! ABB-Roboter mausern sich zu wertvollen Laborhelfern

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In einem medizinischen Labor beschleunigen zwei ABB-Roboter der Serie IRB 1300 als Teil eines automatisierten Labortisches das Probenmanagement in der Prä- und Post-Analytik ...

ABB und die MVZ medizinische Labore Dessau Kassel GmbH haben ein roboterbasiertes System namens Lab Table II geschaffen, dass monotone Analyseaufgaben übernimmt. Es arbeitet auch autonom im 24/7-Betrieb. Damit soll die Laborarbeit nicht nur effizienter werden ...(Bild:  ABB)
ABB und die MVZ medizinische Labore Dessau Kassel GmbH haben ein roboterbasiertes System namens Lab Table II geschaffen, dass monotone Analyseaufgaben übernimmt. Es arbeitet auch autonom im 24/7-Betrieb. Damit soll die Laborarbeit nicht nur effizienter werden ...
(Bild: ABB)

Der demografische Wandel macht auch vor den medizinischen Laboren Deutschlands nicht halt, wie der Roboterexperte ABB registriert. Immer mehr Mitarbeiter verabschieden sich auch noch in den Ruhestand. Und es kommt nicht genug MTLA-Nachwuchs nach, um diese Lücke zu schließen. Erschwerende komme dazu, dass die Arbeit im 3-Schicht-System, wobei es gelte, viele monotone Aufgaben manuell durchzuführen, der Attraktivität des Arbeitsplatzes „Labor“ nicht gerade förderlich sei. Medizinische Großlabore behelfen sich beim Probenhandling aber unter anderem mit automatisierten Laborstraßen (Total Lab Automation, kurz: TLA). Aber für Labore kleinerer Krankenhäuser mit bis zu 600 Betten waren passende, flexible Automatisierungslösungen lange Zeit dünn gesät, so ABB. Jetzt winkt Abhilfe ...

Fast zwei Millionen Analyseaufträge sind im Jahr zu managen

Die MVZ Medizinische Labore Dessau Kassel GmbH und ABB haben mit dem Lab Table II nämlich eine relativ günstige und kompakte Möglichkeit für die automatisierte Prozessierung der Blutproben im klinischen Labor erarbeitet. Das MVZ, das als Ideengeber auf ABB zukam, und den Prozess der Entwicklung einer robotergestützten Laboranalytik im Krankenhauslabor anstieß, hat viel Erfahrungen bei der Versorgung von Krankenhäusern. Es betreibt sieben Vor-Ort-Labore in Krankenhäusern in Deutschland, die rund um die Uhr geöffnet sind, wie es dazu heißt. Darüber hinaus bestehen Managementverträge für krankenhauseigene Labore, sowie zahlreiche sonstige Versorgungsaufträge für Kliniken. Mit rund 300 Mitarbeitern bearbeitet das MVZ jährlich über 1,8 Millionen Aufträge und führt circa 8,5 Millionen Laboruntersuchungen durch. Das Portfolio umfasst über 5.000 verschiedene Leistungen. Das Spektrum reicht von toxikologischen über forensischen bis hin zu mikrobiologischen Untersuchungen. Das MVZ verfügt über viel positive Erfahrung in Sachen Automatisierung der Labordiagnostik – insbesondere in der klinischen Chemie, Hämatologie und Gerinnung, sowie in der Molekularbiologie.

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Das kam bei der Entwicklung mit den ABB-Spezialisten heraus ...

Ziel des gemeinsamen Projektes mit ABB war es, eine autarke Gerätekombination für den 24/7-Betrieb zu schaffen, die leicht zu bedienen ist und einen möglichst hohen Probendurchsatz schafft. Das Herzstück des entwickelten und übrigens zum Patent angemeldeten Arbeitstisches für die Prä- und Postanalytik sind zwei ABB-Industrieroboter vom Typ IRB 1300 in einer reinraumtauglichen Variante. Die beiden Roboter nehmen den Labormitarbeitern ab dem Blutprobeneingang zahlreiche Handgriffe im Umgang mit Blutproben ab. Sie erledigen dabei Jobs von der Analyse bis zur Probenarchivierung. Im Auswahlprozess überzeugten die ABB-Roboter durch ihre Geschwindigkeit, Wiederholgenauigkeit und die Reichweite von 1,40 Metern, wie ABB betont. Ein weiterer Schlüsselfaktor sei die nahtlose Mensch-Roboter-Kollaboration per Safemove. Das ist eine sicherheitszertifizierte Software von ABB. Die Labormitarbeiter können dabei über sensorüberwachte Bereiche direkt an die Analysegeräte herantreten, ohne eine Kollision mit einem der Roboter befürchten zu müssen. Dringt eine Person in den definierten Sicherheitsbereich ein, drosseln die Industrieroboter ihre Bewegung auf ein sicheres Tempo. Entfernt sich der Mensch wieder, wird wieder Gas gegeben. Unabhängig von der Geschwindigkeit arbeiteten die Roboter die Proben sehr präzise ab.

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