Energieeffizienz

Abwärme von Kompressoren für Heizungsanlagen nutzen

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Anhand konkreter Daten wurde der energetische Wirkungsgrad des Systems „Drucklufterzeugung plus Wärmerückgewinnung“ ermittelt: Bei 632 kW Nennleistung der drei Kompressoren lassen sich unter optimalen Bedingungen 757 kW Wärmeleistung ins Heizsystem speisen. Der Betreiber der Druckluftstation erhält somit mehr Energie aus der Station, als er zum Verdichten hineinsteckt.

Wirkungsgrad-Trick: Wärmemenge höher als aufgebrachte elektrische Energie

Die drei Kompressoren erzeugen eine Wärmemenge, die höher ist als die aufgebrachte elektrische Energie. Zudem wird Druckluft erzeugt. Grund dafür sei ein physikalischer Trick, der sich bei der Berechnung des Brennwerts von Heizkesseln mit Wärmerückgewinnung längst als Standard etabliert habe.

Im Rahmen des Projekts wurden die Energiekosten durchschnittlich um 63% reduziert. Der Einspareffekt ist laut Boge so groß, dass sich die zusätzlichen Investitionskosten für die Wärmerückgewinnung innerhalb kurzer Zeit amortisieren.

Erhöhter Wirkungsgrad der Kompressoren spart viel Geld

Über die gesamte Laufzeit einer Druckluftstation hinweg, die nach Angaben des Kompressorherstellers meist mehr als zwölf Jahre beträgt, lässt sich damit in der Summe eine hohe Kosteneinsparung erzielen. Ferner wird die Umwelt entlastet: Der Betrieb emittiert über 3900 t CO2 weniger im Jahr als vor der Installation.

Diese Art der Effizienzsteigerung hält Boge überall dort für möglich, wo Kompressoren kontinuierlich oder mit langen Laufzeiten betrieben werden. Die Wärmerückgewinnung sei dann besonders wirtschaftlich, wenn konstant Prozesswärme benötigt werde.

Folglich ergeben sich vorteilhafte Anwendungen in Branchen wie der Chemie- und Lebensmitteltechnik. Jedoch auch als „Energiequelle“ für Heizsysteme lassen sich Kompressoren wirtschaftlich nutzen, wie das Kundenprojekt zeigt.

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